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Frankreich unterstützt Brasilien bei Olympia – Bewerbung 2016

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Datum: 08. September 2009
Uhrzeit: 09:10 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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sarkozy-lulaDer französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat bei seinem Besuch im Rahmen des brasilianischen Unabhängigkeitstages (mehr…) seine Unterstützung für Rio de Janeiro als Bewerber für die olympischen Sommerspiele 2016 zugesichert. „Das wäre wunderbar für Brasilien und ganz Lateinamerika. Ihr habt unsere Stimme“ erklärte das Staatsoberhaupt am Rande eines Treffens mit Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in Brasília. Ganz Frankreich stehe hinter der Kandidatur der Samba-Metropole. Im Gegenzug bat Sarkozy um Unterstützung für die französische Stadt Annecy bei der Vergabe der Winterspiele 2018.

Neben Rio de Janeiro bewerben sich auch Madrid, Chicago und Tokio um die Austragung des Megaevents. Die Vergabe findet am 02. Oktober in Kopenhagen statt, der Ausgang ist weiterhin völlig offen. Brasilien und Spanien haben mittlerweile eine Vereinbarung getroffen, sich gegenseitig zu unterstützen, sollte es einer der beiden Bewerber nicht ins Finale schaffen. Im Zwischenbericht des IOC werden in Bezug auf die Metropole unter dem Zuckerhut die Sicherheitslage sowie die Infrastruktur und die Hotelkapazitäten beanstandet. Allerdings spricht einiges für eine Austragung der Sommerspiele in 7 Jahren im grössten Land Südamerikas. Noch nie fand eine Olympiade in Südamerika statt und nach der Vergabe der Fussball-WM 2014 nach Brasilien dürfte die Cidade Maravilhosa bestens für die Wettkämpfe gerüstet sein.

Derweil sorgt eine Folge der US-Fersehserie Law and Order – Criminal Intent in Brasilien für Aufregung. In den Vereinigten Staaten wurde sie bereits Anfang Juni ausgestrahlt, im Brasilien war sie vor wenigen Tagen im Pay-TV-Kanal AXN zu sehen. In der Episode kauft eine Firma mit Geschäftsinteressen in Brasilien die Stimme eines weiblichen IOC-Mitglieds aus Belgien. Diese wird dann tot in New York aufgefunden. Die Ausstrahlung in den USA erfolgte über NBC, der auch die TV-Übertragungsrechte für die Olympiade besitzt.

Rios Bürgermeister Eduardo Paes wiess das Szenario als „lächerlich“ zurück. „Es ist respektlos, auch den Mitgliedern des IOC gegenüber. Die Arbeit des Komitees in Bezug auf die Wahl ist absolut transparent. Ich kann mir vorstellen, dass dies die amerikanische Kandidatur aufgrund der Unterstellung einer möglichen Korruption beim Wahlvorgang behindert. Es ist lächerlich und pathetisch und wird vielmehr unsere Kandidatur stärken“ erklärte Paes in der Tageszeitung O Globo

Auch das nationale olympische Komitee in Brasilien verurteilte mittlerweile die Episode der Kriminalserie. Die Bewerbung Brasiliens für die olympischen Sommerspiele 2016 sei dadurch auf unverantwortliche und leichtfertige Weise verwendet worden, besonders in Bezug auf den ethischen, ernsten und respektvollen Wettstreit mit den anderen Konkurrenten.

Foto: Ricardo Stuckert / PR

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