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Der Westen Paranás (Einführung und Inhalt)

Datum: 01. Februar 2006
Uhrzeit: 01:09 Uhr
Autor: Dietmar Lang
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Wichtiger Hinweis:
Ab sofort ist das Dossier „Der Westen Paranás auch als PDF-Version erhältlich.

Herzlich Willkommen bei meiner kleinen virtuellen Rundreise durch meine neue Heimat. Nachfolgend findet ihr eine Übersichtskarte der Region. Einige Punkte, die wir gemeinsam erforschen wollen, sind bereits eingetragen, viele weitere werden im Laufe dieser Rundereise noch hinzukommen.

Für die meisten Reiseveranstalter beschränken sich die touristischen Attraktionen auf die weltberühmten Wasserfälle und das grösste Wasserkraftwerk der Welt. Doch es gibt in der Region noch viel mehr zu sehen. Aber schauen wir uns erst einmal die Karte genauer an. Ein erster grober Überblick zeigt uns die Grenzstadt Foz do Iguaçu, den Badeort Santa Helena am Stausee Itaipu, das Städtchen Céu Azul direkt am Nationalpark, die Kolonie Capitâo Leônidas Marques am Rio Iguaçu und natürlich mein Städtchen Toledo. Bitte beachtet, dass die Karte auf dem Kopf steht. Toledo liegt nördlich des Naturparks. Alle weiteren Detail-Karten hier werden immer nach Norden ausgerichtet sein. Ich wollte euch einfach einmal zeigen, wie sich der Westen Paranás aus meiner Sicht darstellt.

Nun kommen noch ein paar Informationen über Paraná allgemeiner Natur. Die darf und kann ich euch nicht vorenthalten.

Hier erstmal eine Karte:

Dort seht ihr auch Toledo eingezeichnet. Und alles im roten Kreis ist mehr oder minder Ziel unserer Rundreise.

Hier jedoch noch ein paar generelle Informationen zu Paraná:

Die Fläche beträgt 199.554.km² (ca. 2,3% der Gesamtfläche Brasiliens) bei ca. 10 Millionen Einwohnern. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 45 Menschen pro Quadratkilometer. Damit ist Paraná etwas grösser als die neuen Bundesländer und Bayern zusammen.

Der Bundesstaat grenzt im Westen an Argentinien und Paraguay. Im Osten wird Paraná durch den Atlantik begrenzt, im Norden durch die brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso do Sul und São Paulo. Im Süden grenzt Paraná an den Bundesstaat Santa Catarina. Benannt ist er nach dem Fluss Paraná, der seine Westgrenze bildet.

Die Hauptstadt des seit 1853 unabhängigen Bundesstaates ist Curitiba und liegt auf einem Hochplateau von 900 Metern nur 90km vom Atlantik entfernt. In dieser Region haben unter anderem zahlreiche Automobilhersteller Produktionswerke errichtet.

Paraná gilt als Brasiliens wichtigster Agrarproduzent und liefert Mais, Baumwolle, Weizen, Soja, Reis, Erdnüsse und Bohnen. Schweine- und Geflügelzucht sind – ebenso wie in den beiden südlichen Nachbarbundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul – in Paraná ebenfalls vertreten.

Zur Geschichte, Bevölkerung und Entwicklung Paranás gibt uns die Website Brasilienportal.ch erschöpfend Auskunft. Hier jedoch nur ein kleiner Auszug über die Bevölkerung und deren Struktur:

Die Bevölkerung von Paraná fällt demnach aus dem üblichen Dreiecksrahmen „Portugiese-Indianer-Schwarze“ heraus, der im Allgemeinen die menschliche Besetzung der anderen brasilianischen Territorien charakterisiert. Und die historischen Umstände haben sogar verhindert, dass die Indianer einen wesentlichen Beitrag zur Formation der paranaensischen Bevölkerung leisten konnten. Sie hat sich vielmehr aus den Protagonisten dreier Zyklen entwickelt: aus den Minenschürfern, aus den Rinderzüchtern und -händlern und aus den Kleinbauern. In Paraná hat man relativ wenige Sklaven eingesetzt und kennt dementsprechend auch keine akzentuierte Vermischung mit Indianer- und schwarzen Sklaven, wie sie in der Geschichte fast aller anderen brasilianischen Bundesstaaten üblich war. Der weisse Mensch, mehrheitlich von der iberischen Halbinsel stammend und grundsätzlich europäisch, hat aus dem Territorium von Paraná einen Staat geformt, dessen Bevölkerung auf diesen unverwechselbaren Charakter ihrer Abstammung besonders stolz ist.

Die iberische Bevölkerung war um 1853 verschwindend gering, und die bis zum Ersten Weltkrieg kontinuierlich einströmenden europäischen Emigranten hatten sie zahlenmässig bald überholt. Dass sich die luso-brasilianische Kultur trotzdem nicht nur gehalten sondern auch als tragendes Element innerhalb des Angleichungsprozesses durchgesetzt hat, ist einerseits ein Beweis ihrer bekannten Vitalität und andererseits natürlich auch das Ergebnis einer geglückten Emigrationspolitik. Trotzdem hat die Interferenz der nicht-iberischen Kulturen dem Staat jene Prägung gegeben, die ihn heute als „ein anderes Brasilien“ auszeichnet!

Nun wollen wir uns aber auf unsere virtuelle Reise begeben. Klickt unten einfach das gewünschte Kapitel an. Und bitte beachtet: Sämtliche Bilder und Texte sind urheberrechtlich geschützt. Eine Verwendung, auch in Auszügen, ist weder in Schriftform noch in elektronischer Form gestattet.

Teil 1: Foz do Iguaçu und seine Wasserfälle
Teil 2: Das Wasserkraftwerk Itaipu
Teil 3: Im Süden vom Lago Itaipu
Teil 4: In der Mitte vom Lago Itaipu
Teil 5: Im Norden vom Lago Itaipu

Zur PDF-Version (kostenloser Download)

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