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Brücke über den Rio Negro: Lula besucht Megaprojekt am Amazonas

Brasilien verfolgt derzeit in Amazonien ein ehrgeiziges Projekt: eine gigantische Brücke soll den mächtigen Rio Negro überspannen und damit die Infrastruktur rund um die Amazonasmetropole Manaus entscheidend verbessern. 200 Millionen Euro werden investiert, Staatspräsident Lula hat die Baustelle nun persönlich in Augenschein genommen.

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Veröffentlicht: 28. April 2009 um 09:27h | Aktualisiert: 28. April 2009 um 09:28h
Abgelegt unter: Politik & Wirtschaft

lula-manaus-ponteEs ist eines der grössten Bauprojekte aller Zeiten im Norden Brasiliens. Eine gigantische Brücke soll bereits im kommenden Jahr in Amazonien den mächtigen Rio Negro in unmittelbarer Nähe von Manaus überspannen und die Amazonasmetropole mit den Gemeinden im Hinterland verbinden. Wo derzeit die Menschen umständlich mit Fähren den fast drei Kilometer breiten Fluss überqueren müssen, werden bald vier Fahrspuren für uneingeschränkten Waren- und Personenverkehr vorhanden sein. Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat sich gestern selbst ein Bild von dem ehrgeizigen Projekt gemacht.

Rund 200 Millionen Euro kostet das Mammutprojekt vermutlich am Ende. 3,5 Kilometer wird die Brücke am Ende inklusive der Zufahrtsrampen lang sein, in der Mitte des Rio Negro liegt die Fahrbahn im Schnitt 55 Meter über dem Wasserspiegel. Hoch genug für die grossen Kreuzfahrtschiffe, die vom Atlantik bis tief in den Amazonas vorstossen. 20,70 Meter ist die Brücke breit, zwei Fahrbahnen in jede Richtung und Fussgängerwege auf beiden Seiten sind geplant. In der Mitte werden zudem riesige Säulen – 182 Meter hoch – majestätisch in den Himmel ragen.

Staatspräsident Lula zeigte bei seinem Besuch auf der Baustelle begeistert vom Fortschritt der Arbeiten. Rund 30 Prozent des Projektes sind bereits abgeschlossen, doch noch fehlen jede Menge der Stützsäulen. Verläuft alles nach Plan, könnte die allererste Brücke über einen der gigantischen Amazonasflüsse allerdings schon Ende des Jahres eingeweiht werden. Die vollständige Freigabe für den Verkehr ist für Anfang 2010 geplant. 1.300 Arbeiter sind derzeit dort fast rund um die Uhr beschäftigt, mehrere Dutzend Flösse sind im Einsatz, ein eigenes Camp wurde errichtet.

Und alle stehen vor einer gewaltigen Herausforderung: an manchen Stellen ist der Rio Negro dort 30 Meter tief und die Strömung ist gerade jetzt in der Regenzeit nicht zu verachten. Ein Stück flussabwärts trifft der imposante Schwarzwasserfluss auf den braunen Rio Solimões – beide verbinden sich dort in einem gigantischen Spektakel zum grössten Fluss der Welt, den Amazonas.

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Foto: Ricardo Stuckert | Computergrafiken: Divulgação

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