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Das Paypal – Problem in Brasilien

Datum: 20. März 2007
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Leserecho: 13 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Ich habe schon einmal über das Paypal – Problem in Brasilien berichtet. Eine Auszahlung seines Guthabens ist nicht allzu leicht. Was macht man aber, wenn man Geld auf seinem Paypal-Konto angsammelt hat? Nicht alle Firmen, mit denen man zusammenarbeitet, bieten vielleicht SWIFT-Überweisungen oder Zahlungen per Western Union an.

Paypal selbst bietet für Brasilien nur die Möglichkeit des Scheckversandes an. Diesen Scheck in US-Dollar wird innerhalb von 4-5 Tagen versendet und dürfte nach etwa 2 Wochen hier ankommen. Er wird dem Konto mit 11 US-Dollar belastet. Damit darf man dann auf seine Bank gehen, nochmals 10 Dollar zahlen und einen bescheidenen Wechselkurs erwarten. Nach etwa 40 Tagen ist dann das Geld dem Konto gutgeschrieben. Alles in allem eine sehr schlechte Alternative.

Eine andere Alternative ist SiliconAction.com.br. Dieses Unternehmen bietet eine Zahlung auf ein brasilianisches Konto innerhalb von 2 Tagen an. Allerdings sind auch hier die Gebühren ziemlich hoch. Zwischen 7.4 und 8.5 Prozent der übertragenen Summe werden von der Firma abgezogen.

Einen weiteren Service bietet Xoom.com. Xoom bietet nach kostenloser Anmeldung die Überweisung von Paypal auf ein brasilianisches Konto an. 50 Dollar kosten 5 Dollar, bei 500 Dollar sind es 23 Dollar, 1000 Dollar werden mit 43 Dollar fakturiert (siehe Tabelle „Standard Service Fee“). Hinzu kommt nochmals dieselbe Summe für die Bezahlung per Paypal. Der Umrechnungskurs Dollar zu Reais lag bei 2.0138. Dies sind etwa 3 und 4 Prozent weniger wie ein normaler Bankkurs (der normalerweise auch schon ziemlich schlecht ist).

Zu all diesen Kosten muss man natürlich noch die 2.4 bis 5.4 Prozent an Gebühren dazurechnen, die man bereits für den Empfang des Geldes auf dem Paypal-Konto bezahlt hat. Alles in allem eine teure Angelegenheit.

Hier nun die grosse Beispielrechnung, die ich mir selbst gemacht habe:

Per Paypal aus Europa empfangen: 200.00 Euro
Paypal-Gebühr für Empfang: 8.15 Euro
Gutgeschrieben auf Paypal-Konto: 191.85 Euro
Bei Paypal Umrechnungskurs von heute 1.296 in Dollar: 248.64 Dollar

Gehen wir also von 250 Dollar aus!

1) Paypal: 250 Dollar weniger 11 Dollar Scheckgebühr, weniger 10 Dollar Bankgebühr sind 229 Dollar bei Umrechnungskurs von 2.07 = 474 Reais –> Dauer: ca. 6 Wochen

2) SiliconAction: 250 Dollar weniger 7.9% sind 230 Dollar bei Umrechnungskurs von 2.09 = 480 Reais –> Dauer angeblich nur 2 Tage

3) Xoom: 250 Dollar weniger 13 Dollar Transaktionsgebühr und 13 Dollar Paypal-Gebühr sind 224 Dollar bei Umrechnungskurs von 2.0138 = 451 Reais –> Dauer lt. Geschäftsbedingungen max. 10 Tage nach Geldeingang.

Wenn ich dann in dem Beispiel für meine verdienten 200 Euro noch die Milchmädchenrechnung mache (BRL zu EUR bei 2.70), sind die Zahlen erschreckend. Bei Variante 1 bleiben mir 175.50 Euro (-12.25%), bei Variante 2 sind es 177.80 Euro (-11.1%) und bei Variante 3 sind es 167.00 Euro (-16.50%)

Eine letzte Anmerkung: Vor einiger Zeit gab es ein brasilianisches Online-Konto unter Sendep.com.br. Dort mussten nur 2.5 Prozent für den Geldempfang vom eigenen Paypay-Konto bezahlt werden, die Überweisung auf ein brasilianisches Konto bei der Banco do Brasil, Bradesco oder Caixa war kostenlos. Allerdings wurde der Dienst vorübergehend eingestellt. Wann er wieder aufgenommen wird, ist leider nicht bekannt.

P.S.: Sollte jemand weitere Alternativen ZU PAYPAL-AUSZAHLUNGEN IN BRASILIEN kennen, so bitte ich um einen ensprechenden Eintrag bei den Kommentaren.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    DiterRio

    also, vielleicht bin ich ja sehr naiv. aber ist es nicht am einfachsten, vom paypal konto per internetbanking auf ein deutsches postbank konto umzubuchen und dann in brasil mit der postbank sparcard am automaten gebührenfrei (einmal pro quartal) das geld zu ziehen?

    nach meinen paypal kontobedingungen ist jedenfalls die überweisung vom paypal konto auf ein deutsches (oder u.s.a) bankkonto kostenlos.

  2. 2
    brasilblogger

    Hallo Diter,

    1. habe ich kein „deutsches Paypal“ sondern „weltweites Paypal“
    2. kann ich kein „deutsches Paypal“ nutzen, weil ich kein deutsches Konto habe (muss man bereits bei der Anmeldung angeben)
    3. kann ich kein deutsches Konto einrichten, weil ich in Brasilien bin und die deutschen Banken mindestens PostIdent wenn nicht sogar persönliche Vorsprache verlangen.
    5. zudem stellen sich die Banken bei reinem Wohnsitz im nichteuropäischen Ausland ziemlich doof an (habe ich zumindest gehört). Sie haben gerne noch einen Zweitwohnsitz in Deutschland in den Akten. Und da ich in Deutschland seit 2001 komplett abgemeldet bin und mich nicht bei Eltern oder so „untermieten“ will, fällt das für mich flach.
    4. Und selbst wenn: Für 700 Euro nach Deutschland wegen einer Kontoeröffnung zu fliegen ist glaube ich unrentabel. 🙂

    Übrigens: Das im Beitrag geschriebene Problem haben hier in Brasilien alle Paypal-Kunden. Die brasilianischen Foren sind voll davon. Und bis vor kurzem habe ich auch das auch bei Google-Adsense-Einnahmen alles mit Dollar-Schecks und 6 Wochen Wartezeit durchgekaut. Ab diesem Monat gibt es endlich eine SWIFT-Überweisung. Bin mal gespannt, was die BdB dafür abzieht.

    Es über eine dritte, in Deutschland sitzende Person zu machen, habe ich auch keine Lust. Dann fehlt mir nämlich letztendlich die Kontrolle über das Geld.

    Also Diter, du bist nicht naiv, du gehst nur von falschen Voraussetzungen aus. Mein Traum wäre die von dir beschriebene Variante, die ich seit Jahren kenne, nur jetzt leider nicht mehr umsetzen kann, ohne persönlich in Deutschland zu erscheinen.

    Grüsse, Dietmar

  3. 3
    DiterRio

    „Und selbst wenn: Für 700 Euro nach Deutschland wegen einer Kontoeröffnung zu fliegen ist glaube ich unrentabel“

    naja bei den horrorpreisen, von denen du berichtest, hättest du den flug doch in kürzester zeit wieder raus, wenn du anschliessend immer nach „meiner“ kostenlosen lösung verfahren könntest.

    oder überleg mal, es über ein USA-konto zu machen.

    da hab ich allerdings wieder keine ahnung von.

    so ungern du nach deutschland fliegst, so ungern hab ich mit den USA zu tun.

  4. 4
    rallep

    naja ist schon kompliziert, aber die beste, schnellste und einfachste methode ist ein bankkonto in dland und dann per ueberweisung. kostet mich pro ueberweisung 30euro incl der gebuehren hier. dafuer ist die geld dann innerhalb von 3 werktagen auf dem konto. ( volksbank-bradesco) und der kurs ist etwa 6 centavos weniger wie bei bloomberg tv angezeigt.

    fuer genaures, maile mich mal an,

  5. 5
    DiterRio

    also, wenn anscheinend übereinstimmung besteht, dass es am besten ist/wäre, ein deutsches konto zu haben/einzurichten, dann ist die anschliessende überweisung von deutschland nach brasilien eben nicht „die beste, schnellste und einfachste methode“, sondern das ziehen am automaten.-
    warum denn 30,- euro für ne überweisung zahlen und auch noch 3 tage warten, wenn das ziehen nur 4,50 kostet (mit der postsparcard sogar gar nichts) und in brasilien sofort nach geldeingang auf dem deutschen konto erfolgen kann.
    oder übersehe ich da was?

  6. 6
    Alexander

    Hallo,

    man könnte ein Konto in den USA eröffnen (z.B. http://www.etrade.com). Dass geht glaube ich einfacher als in Deutschland und man muss nicht dort hin reisen. Für diese Konto bekommt man dann eine Visa oder Master Debitkarte mit der man am Automaten jederzeit sein Geld ziehen kann.
    Also die Paypalüberweisung auf das amerikanische Konto dauert vielleicht einen maximal zwei Tage.

    Grüsse,
    Alexander

  7. 7
    DiterRio

    bei us.etrade.com heisst es nun allerdings

    „You must be 18 years of age or older and a U.S. citizen or resident with a valid U.S. address“

    da muss dietmar also zumindest noch rauskriegen, ob die erwarten, dass er an seinem zweitwohnsitz in miami, rs, einen funktionierenden briefkasten hat…

  8. 8
    brasilblogger

    Mit dem US-Konto habe ich auch schon überlegt. Allerdings habe ich keine Bank gefunden, die mir ohne pers. Erscheinen ein Konto eröffnet und auch eine VisaDebit anbietet. Bei pers. Vorsprache – so habe ich es in einigen US-Foren gelesen – ist eine Kontoeröffnung ohne SSN i.d.R. möglich. Etrade (auf der Seite war ich auch schon) verlangt meines Wissens jedoch die SSN.

  9. 9
    Alexander

    Da steht nur: „To apply online you must be a U.S. resident with a Social Security Number. All other applicants please call 1-800-ETRADE-1 (1-800-387-2331)“.
    Vielleicht solltest Du da mal anrufen.

    Ich hab mal ein bisschen gegoogelt und dabei einen Haken gefunden . Man muss zu Eröffnung 1000 USD einzahlen. Lässt man diese als Guthaben liegen, dann bleibt das Konto auch nach einem Jahr gebürenfrei. Ansonsten fallen ab dem zweiten Jahr monatliche Gebüren an. Die Beantragung von Deutschland aus ist möglich.

  10. 10
    rallep

    @DiterRio keine ahnung wegen der karte. ich kenne diese leider nicht, ich weis nur, falls es ein art kreditkarte ist, dies nicht bloss 4,50 kostet und die frage ist wieviel ich am automaten bekommen. die 30 euro gebuehr ist bis 5000 euro das gleiche. man muesste auch wissen wieviel gled ich am automaten ziehen kann, denn wenn ich da bloss 300real bekommen und dann 10 mal ziehen muss wird es teuerer. oder sehe ich da was falsch jetzt?

  11. 11
    rallep

    @brasilblogger…geht es um einen staendigen transfer oder nur abund zu bzw einmalig?

  12. 12
    brasilblogger

    @rallep

    Nur dann und wann, vielleicht 2-3 x im Jahr. Ich sammle ja derzeit die Kohle auf Paypal, bis ich endlich eine vernünftige Lösung gefunden habe – oder es mich vielleicht doch noch mal nach Europa verschlägt. Glücklicherweise brauche ich sie derzeit nicht unbedingt, so dass ich sie auch noch länger dort parken kann.

  13. 13
    DiterRio

    @rallep: ich ziehe mit ner ganz normalen ec karte der postbank 1000 reais am tag (Obergrenze, jedenfalls in rio). kostet 4 euro 50. am nächsten tag kann ich wieder 1000 reais ziehen, bis der monatliche rahmen, den man sich selbst auf dem deutschen konto eingestellt hat, erreicht ist, zum beispiel 3000 euro.

    wenn dietmar aber zum beispiel nur einmal pro viertel jahr 1000 reais ziehen will, kann er stattdessen die postbank SPARcard benutzen (funktioniert genau so wie eine ec karte). dann kostet es überhaupt nichts (4 abbhebungen pro jahr im ausland frei; funktioniert an jedem automaten, an dem die visaCard geht). will er mehr ziehen, muss er alsdann die postbank card (ohne“spar“) benutzen und 4,50 zahlen.

    in deinem konkreten fall der 5000 euro auf einen schlag hast du allerdings recht: dann kommen dich deine 30 euro gebühren billiger.

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