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Brasiliens Industrieverband beklagt schlechte Bildung der Mitarbeiter

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Brasiliens Industrieverband kritisiert die schlechte Schulbildung zukünftiger Fachkräfte (Foto: EBC)
Datum: 19. Januar 2015
Uhrzeit: 11:48 Uhr
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Bei internationalen Vergleichen schneidet Brasilien in Sachen Bildung in der Regel nicht gut ab. Jetzt beschwert sich auch der brasilianische Industrieverband CNI über die schlechte Qualität der schulischen Ausbildung. Der Grund dafür ist eine Studie über die Wettbewerbsfähigkeit, in dem das südamerikanische Land auf dem vorletzten Platz gelandet ist.

Laut Studie liegt die Produktivität der brasilianischen Arbeitnehmer lediglich vor denen Indiens und Chinas. Die Schuld dafür gibt der Industrieverband vor allem dem Ausbildungssystem, das als mangelhaft bezeichnet wurde. Seit einem Jahrzehnt würden bei der Produktivität der Arbeitnehmer keine Verbesserungen verzeichnet, heißt es.

Dass dem so ist, hänge vor allem von zwei Faktoren ab. Verantwortlich seien unter anderem Investitionen in neue Technologien, Studien und das auf dem Markt bringen von neuen Produkten. Ein weiterer Faktor sei jedoch auch die Ausbildung der Mitarbeiter. Diese gestalte sich schwierig, da vor allem bei den Grundlagen in Mathematik und der portugiesischen Sprache erhebliche Lücken bestünden, wie der Verband kritisiert. Die Vermittlung neuer Technologien sei deshalb schwierig. Erschwerend hinzu komme, dass sich die Technologien heutzutage schnell entwickeln und verändern würden.

Nach Angaben des Verbandes liegt bei dem Vergleich von 15 Ländern Kanada an der Spitze, gefolgt von Südkorea, Australien, China und Spanien. Das benachbarte Chile landete auf dem sechsten Platz im Ranking der Wettbewerbsfähigkeit und Südafrika auf dem siebten. Weiterhin folgen Russland, Polen, Indien, die Türkei, Mexiko und Brasilien. Den letzten Platz belegt Argentinien. Untersucht wurden insgesamt acht verschiedene Punkte. Lediglich bei zweien sei Brasilien nicht im letzten Drittel vertreten.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, fordert der Industrieverband jedoch nicht nur Verbesserungen bei der schulischen Ausbildung, sondern ebenso eine Verringerung der lähmenden Bürokratie, eine stärkere Beteiligung des privaten Sektors am Ausbau der Infrastruktur sowie eine Vereinfachung des komplizierten Steuerwesens.

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