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Kredite und Ratenkäufe: Brasilianer verschulden sich immer höher

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Vor allem die Kreditkarten treiben viele Brasilianer immer stärker in die Schuldenfalle (Foto: Reproduktion)
Datum: 22. Oktober 2014
Uhrzeit: 17:47 Uhr
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Über ein Viertel der brasilianischen Bevölkerung ist verschuldet. Viele von ihnen sind dabei nicht in der Lage, ihre Schulden zu begleichen. Laut einer Studie sind 80 Prozent der Befragten mit ihren Zahlungen in Verzug. Etwa die Hälfte sieht sich zudem nicht in der Lage, noch in diesem Jahr ihre Rechnungen zu begleichen.

Auch ohne Kreditkarten sind in Brasilien die Verschungen groß, nicht in bar zu zahlen. Banken und private Institute bieten unbürokratisch die Aufnahme von großen und kleinen Krediten an, Geschäfte werben mit Ratenzahlungen und vordatierte Schecks sind keine Seltenheit. Allerdings scheinen immer mehr Brasilianer den Überblick über ihre noch zu begleichenden Zahlungen zu verlieren. In den vergangenen vier Jahren soll sich die Zahl der Darlehensrückstände sogar verdreifacht haben. Insgesamt soll die Zahl der Schuldner in Brasilien bei 55 Millionen liegen.

Bei einer Umfrage des Institutes GEOC haben 79,93 Prozent der Befragten angegeben, mit ihren Kreditzahlungen im Rückstand zu sein. An erster Stelle stehen dabei mit 65,53 Prozent die Kreditkarten, gefolgt von Privatkrediten und dem Kauf eines Fahrzeuges auf Raten. Die Gläubiger werden jedoch auf ihr Geld noch ein paar Monate warten zu müssen. 47,28 Prozent der Befragten wollen ihre Rückstände erst im nächsten Jahr begleichen. Lediglich 13,61 Prozent gaben an, ihre offenen Rechnungen im nächsten Monat zu bezahlen.

Die Umfrage hat jedoch noch ein weiteres unerfreuliches Ergebnis für die ohnehin schon stagnierende brasilianische Wirtschaft ans Licht gebracht. So wollen 53,4 Prozent künftig verstärkt sparen und beispielsweise Ausgaben für Ausflüge, Restaurant- oder Kinobesuche einschränken. 41,16 Prozent der 110.000 Befragten gaben zudem an, die angespannte Wirtschaftssituation im eigenen Geldbeutel zu spüren.

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