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Brasilien: Smartphones werden billiger

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Datum: 09. April 2013
Uhrzeit: 17:22 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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In Brasilien hergestellte Smartphones sind ab sofort von zwei wichtigen Steuern befreit und dürften damit in Kürze bereits deutlich günstiger werden. Wie aus einem am Dienstag (9.) im brasilianischen Amtsblatt veröffentlichtes Dekret von Staatspräsidentin Dilma Rousseff hervorgeht, werden auf Mobiltelefone mit Internetzugang, deren Verkaufspreis 1.500 Reais nicht übersteigt und die in Brasilien produziert werden, zukünftig keine PIS (Sozialintegrationsabgabe) und Cofins (Sozialfinanzierungsabgabe) mehr erhoben. Beide Abgaben machen in der Summe rund 9,5 Prozent des Gerätepreises aus.

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Kommunikationsminister Paulo Bernado geht davon aus, das sich die Preisreduzierungen bereits in der kommenden Woche in den Geschäften bemerkbar machen werden. Allerdings fehlt bislang noch eine genaue Spezifikation der betroffenen Geräte. Diese soll bis spätestens kommenden Freitag (12.) vorliegen. Fest steht bislang, dass es sich ausschliesslich um Apparate handeln wird, die über die Technologien der dritten (3G) und vierten Generation (4G) verfügen. Auch will das zuständige Ministerium spezielle Charakteristika wie beispielsweise Verbindungsgeschwindigkeit oder Displaygröße festlegen. Auch müssen nach letzten Informationen die Geräte über WI-FI und die Möglichkeit des Abrufs von Emails verfügen.

Ein weiteres Kriterium ist zudem die Auslieferung der Geräte aus nationaler Produktion. Gegenüber importierten Smartphones sollen Kunden beim Kauf somit bis zu 30 Prozent einsparen können. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Regierung den Wegfall der Steuern angekündigt, um vor allem den ärmeren Bevölkerungsschichten den Zugang zu den modernen Geräten mit Internetzugang zu erleichtern.

Allerdings könnte die durch die reduzierten Preise entstehende größere Nachfrage die Netzqualität der vier großen Mobilfukanbieter in Brasilien weiter beeinträchtigen. Bereits heute sind die mobilen Internetzugänge im größten Land Südamerikas mehr als instabil, viele Kunden reklamieren schlechte Verbindungen und regelmäßige Abrüche durch Netzüberlastungen. Eine schnelle Konnektierung ist derzeit zudem ohnehin nun in den Ballungszentren des Landes möglich. In weiten Teilen des Hinterland müssen sich die Kunden auch weiterhin mit dem veralteten Edge-Standard und dementsprechend langsamen Übertragungsraten zufrieden geben.

In Brasilien werden nach letzten offiziellen Zahlen derzeit rund 65 Millionen Smartphones genutzt, gemäß der Regierung soll sich diese Zahl bis zum kommenden Jahr auf 130 Millionen verdoppeln. Derzeit ist jedes Vierte unter dem Zuckerhut verkaufte Handy ein Smartphone, bis zur Fussball-WM 2014 soll jedes zweite verkaufte Gerät mit berührungsempfindlichen Display und einem Betriebssystem wie Android, Windows Phone oder iOS ausgestattet sein.

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