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Gewalt in Rio de Janeiro: Präsident Lula kündigt Massnahmen gegen Drogenhandel an

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Datum: 19. Oktober 2009
Uhrzeit: 17:15 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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ayrton-normalBrasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Montag die jüngste Gewaltwelle in Rio de Janeiro (mehr…) aufs Schärfste verurteilt. Zeitgleich kündigte er an, die brasilianische Regierung werden der Millionenmetropole unter dem Zucker „sämtliche mögliche Hilfe“ im Kampf gegen den Drogenhandel zukommen zu lassen.

Nach einem Treffen in São Paulo mit seinem kolumbianischen Amtskollegen Álvaro Uribe kündigte das Staatsoberhaupt zudem einen „Südamerika-Rat zur Bekämpfung des Drogenhandels“ an. „Lasst uns alles Notwendige unternehmen, um den Dreck zu beseitigen und dass diese Leute komplett aus Brasilien verschwinden“ erklärte er auf der gemeinsamen Pressekonferenz im Anschluss.

Lula bestätigte zudem, dass seine Regierung der Stadt Rio de Janeiro angeboten hatte, Militär in die Metropole zu entsenden. Die Sicherheitsbehörden der Stadt hätten dieses Angebot allerdings abgelehnt. Zuvor hatte auch der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Sérgio Cabral, ebenfalls Hilfe für die von Gewalt gebeutelte Tourismuspol angekündigt. Seine Regierung werde 100 Millionen Reais (ca. 40 Mio. Euro) zur Verfügung stellen, um die Ausstattung der Sicherheitskräfte der Stadt zu verbessern. Auch ein weiterer gepanzerter Polizeihubschrauber soll für die Kampf gegen den Drogenhandel angeschafft werden.

Am Wochenende sind bei Schiessereien in Rio de Janeiro mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch ein 14-jähriger Jugendlicher. Zunächst hatten sich zwei verfeindete Drogengangs bekriegt, nach dem Eintreffen der Polizei kam es dann zu weiteren Zusammenstössen. Dabei wurden 3 Beamte getötet, als ein Hubschrauber von der Drogenmafia beschossen wurde und notlanden musste. Um von den in den Favelas verschanzten Banditen abzulenken, wurden im Stadtbereich von Kriminellen mindestens acht Linienbusse angezündet. Der Sachschaden geht in die Hunderttausende.

2.000 Beamte von Polizei und Militärpolizei besetzten am Montag mindestens 6 Favelas der Metropole, um die dort ansässigen Drogenbanden zu zerschlagen. Ähnliche Aktionen wurden auch in Niteroí und im Umland durchgeführt. Dabei wurden grosse Mengen an Waffen, Munition und Drogen sichergestellt. Zudem prüft der Geheimdienst der Polizei derzeit, ob der ursprüngliche Auslöser der Gewaltwelle – der interne Krieg um die Vorherrschaft in den betroffenen Regionen – aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Catanduvas im Bundesstaat Paraná befohlen wurde. Dort sind einige der gefürchtetsten Drogenbosse von Rio de Janeiro inhaftiert.

Foto: Ayrton 360° Panoramafoto

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