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TV-Tip: Central Station

Datum: 13. April 2006
Uhrzeit: 17:08 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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Central Station
Brasilien / Frankreich 1998 (130 min.)
Karfreitag abend, 14. April um 22:55 Uhr im ZDF

Dora (Fernanda Montenegro) ist eine ehemalige Schullehrerin. In Rios Hauptbahnhof, der Central Station, bessert sie ihre karge Rente auf, indem sie Briefe für Analphabeten schreibt – eine Tätigkeit, die sie mit einem nicht endenden Strom unterschiedlichster Gesichter und Schicksale konfrontiert. Den oft tragischen und unglücklichen Lebensgeschichten, die sich in den Briefen offenbaren, begegnet Dora mit Stoizismus – und einer großen Schublade, in der sie einen nicht unerheblichen Teil der Post unabgesendet verschwinden lässt, während sich die Absender in dem Gefühl wiegen, ihre Nachricht habe sich auf den langen Weg an den Empfänger gemacht. Eines Tages wird Dora unfreiwillig zur Ersatzmutter eines neunjährigen Jungen namens Josu (Vinicius de Oliveira).

Kurz zuvor waren der kleine Kerl und seine Mutter bei ihr gewesen, um einen Brief an Josus Vater aufzugeben, der irgendwo im Nordosten des riesigen Landes lebt und seinen Sohn nicht kennt. Dann wurde die Frau Opfer eines Verkehrsunfalls. Der verwaiste Josu, der keine Angehörigen in Rio hat, streift ziellos zwischen Reisenden und Passanten umher, verbringt seine Tage und Nächte in der Bahnhofshalle, bis sich Dora seiner annimmt – nicht ganz selbstlos, denn sie bringt das Kind zunächst bei einer zweifelhaften Adoptionsstelle unter, wo sie für den Jungen einen Batzen Geld erhält. Doch schnell besinnt sie sich eines Besseren, holt den Jungen zurück und begibt sich mit ihm auf die lange Reise ins Unbekannte, zu seinem Vater….

Walter Salles‘ gefühlvolles Roadmovie erhielt bei den 48. Internationalen Filmfestspielen Berlin 1998 einen „Goldenen Bären“ als „Bester Film“ und einen „Silbernen Bären“ für die beste weibliche Hauptdarstellerin, Fernanda Montenegro.

„Bei ihrer Busreise über 5000 Kilometer gelingt es Salles, zugleich Land und Leute zu porträtieren. Ein lakonisches Road Movie um die Suche nach der eigenen Identität, eine Irrfahrt der Liebe, mit kauzigem Humor sowie zwei brillanten Darstellern.“ (Die Welt)

„Einer der absoluten Höhepunkte der Berlinale. Die Melancholie, die dichte Bildersprache, die schauspielerische Leistung, die offene Emotionalität machen aus diesem Film ein kleines Meisterwerk.“ (Filmecho)

Sender: ZDF
Datum: Fr, 14. Apr (Karfreitag Abend)
Uhrzeit: 22:55
Dauer: 130 min (bis 1:05)
Herkunft: Brasilianisch-französischer Spielfilm von 1998
Regie: Walter Salles

Schauspieler:
Dora – Fernanda Montenegro
Josu – Vinicius de Oliveira
Irene – Marilia Pra
Ana – Sia Lira
Buch: Marcos Bernstein

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Kommentarbereich

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  1. 1
    digdigger

    Ein sehr schöner Film. Habe ihn gerade gesehen. Vielen Dank nochmals an Careca für den Film-Tip.Und dann auch noch in Cinemascope. Leider ist er bei mir nicht vollständig, der Anfang fehlt. Aber da er noch vor dem Tod der Mutter einsetzt, kann man der Thematik sehr gut folgen.

    Wunderschöne Landschaftsaufnahmen. Rührend. Traurig. Witzig. Subtil. In diesem Film ist vieles zu finden. Auch deftige Wortwahl. Und wie auch letztendlich eine Dramatik, die einen über den Wert des eigenen Lebens, den Tod und die Sinnhaftigkeit der Existenz nachdenken lässt. In diesem Film muss man auch zwischen den Zeilen lesen. Die Bilder wirken lassen. Die vielen kleinen Details erkennen. Portugiesischkenntnisse sind hier natürlich von Vorteil.

    Negativ aufgefallen:1) Die Hinrichtung des Ladendiebes auf den Gleisen. Überzogen, keine Normalität. Bestimmt gibt es Einzelfälle, aber dann gehört es nicht in dem Film verarbeitet. 2) Syncronisierung des Jungen. Am Anfang schrecklich, später ging es. Hier wurde am falschen Ende gespart. Klingt oftmals zu arrogant. Der Trotz des Jungen kommt daher nicht richtig rüber.

    Fazit: Keine unbedingt leichte Kost. Ein Film zum nachdenken und diskutieren. Aber auf jeden Fall SEHENSWERT.

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