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‚Ordem e progresso‘ im Weltraum

Datum: 29. März 2006
Uhrzeit: 10:49 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Heute haben die Auslandskorrespondenten der brasilianischen Fernsehsender eine Mege zu tun. Brasilien will mit Nachrichten beliefert werden. Und so sah ich heute morgen immer wieder telefonische Live-Schaltungen nach Kasachstan auf dem Fernsehschirm. Am Anfang dachte ich mir, warum berichten die nicht aus der Türkei von der Sofi. Bis ich dahinter kam, was den so besonderes heute an Kasachstan ist.

Heute nacht um 23.30Uhr brasilianischer Zeit fliegt nämlich der erste Brasilianer der Geschichte ins Weltall. Und für die nationalbewussten Brasilianer ist dies natürlich ein halber Feiertag. Der Nationalstolz wird – zumindest für ein paar Tage – gepusht, der Held letztendlich irgendwann nach seinem 10-tägigen Ausflug vom Präsidenten empfangen. Seit Wochen berichten die Medien über den Wissenschaftler, der, wenn man der Stimmung glauben mag, die restlichen 180 Millionen vom russischen Weltraumbahnhof Baikanur mit auf die Reise nimmt. Und wenn das erstes Mal die Nationalflagge Brasiliens „Ordem e progresso“ – „Ordnung und Fortschritt“ in der internationalen Raumstation ISS in der Schwerelosigkeit vor sich hin treibt, wird die Begeisterung hier unten keine Grenzen kennen.

Ich kann mich noch gut an den Deutschen Ulf Merbold im All erinnern. Er war kein Superstar, als er zurückkam. Er gab natürlich auch eine Menge Interviews, war in Talkshows, wurde „Experte“ der Fernsehsender, aber er ist bis heute kein „Held“. Nicht das er einer sein wollte und glaubt mir, der Lieutenant Commander Marcos César Pontes will garantiert auch keiner sein. Aber er wird einer werden. Dafür sorgen nicht zuletzt die Menschen selber, die ihre Idole brauchen, um den manchmal tristen Alltag zu vergessen!

Mehr darüber in den nächsten Tagen!

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Nadine

    Ich geh gleich einmal googlen, ich möchte doch wissen, wie euer Held aussieht!

  2. 2
    Nadine

    Hab ihn schon gefunden! http://www.marcospontes.net/maina.htm nur versteh ich sprachbedingt nicht viel 🙄 aber ich muss sagen: er siehtr sehr sympatisch aus. Die grauen Haare gefallen mir. Also kein junger Bursche. 😉

  3. 3
    Jacare

    Also ich hätte auch Einen den man auf den Mond schießen kann :mrgreen:
    Tja, wieder so eine Meldung die mir ein Schmunzeln entlockt. Der Mensch,
    der Mensch welch´sonderbares Wesen. Sollten wir nicht unsere Probleme
    erst mal hier unten lösen. Leider steht auch nirgendwo wieviel Scheinchen
    bezahlt wurden, damit unser Brasilianer überhaupt mitfliegen darf.
    Boa Viagem !

  4. 4
    Hebinho

    Der Preis für das Ticket war ebenso hoch/niedrig, wie für die beiden US-Touristen, die schon hochschießen ließen: USD 10 Mio (wie gesagt, nur die Fahrkarte)
    Dazu kommt, das Marcos im Gegensatz zu den Weltraumtouris eine „Vollausbildung“ zum Astronauten genossen hatte, die knapp 7 Jahre dauerte (viel bei der NASA und in Baikonur).

    Ich kann mich noch erinnern, was für ein Juchei bei der deutschen Bevölkerung angesagt war, als der erste deutsche Astronaut hochgelenzt wurde (Ulf Merbold war das, glaube ich). Zu der Zeit wohnte ich noch keine 3 km von der DFVLR in Porz-Lind entfernt.

    Damals hatten auch ein paar (wenige) gebrummelt „Mein Gott, was man mit dem Geld hätte alles hier unten machen können“.

    Mag sein, dass es teuer bezahlter Prestigegewinn ist, aber ein wenig Nationalstolz sollte man auch den Brasilianern zugestehen.

  5. 5
    Jacare

    Zugegeben war auch ein bißchen ironisch gemeint :mrgreen:
    Aber hier ein Millionen-Astronautenausflug und da Kinder die
    sich prostituieren für Cent-Beträge. Ist schon krass irgendwie.
    Brasil, ein Land der Gegensetze ! Aber vielleicht sind wir
    alle gerade deswegen mit dem Brasi-Virus infiziert 😆

  6. 6
    digdigger

    Ja, dass ist schon gut möglich. Habe ja nicht umsonst diesen Titel gewählt. :mrgreen: Die Unterschiede sind halt erheblich krasser als in vielen europäischen Ländern.