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Musikstil in Brasiliens Nordosten: Recife bekommt endlich Frevo-Museum

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Datum: 27. Oktober 2009
Uhrzeit: 10:34 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Die brasilianische Entwicklungsbank BNDES stellt 3 Millionen Reais (ca. 1,15 Mio. Euro) für die Renovierung eines alten Gebäudes zur Verfügung, welches zukünftig als Sitz der „Frevo-Museum“ in Recife (Pernambuco) dienen soll. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Montag zwischen der BNDES, der Stadtverwaltung von Recife und der Robert-Marinho-Stiftung unterzeichnet. Der Sitz des Museums soll am Praça do Arsenal im Haus Nr. 91 errichtet werden. Früher waren dort die Geschäftsräume der englischen Kommunikationsgesellschaft Western Telegraph Company Limited. Die Gesamtkosten werden mit 9 Millionen Reais (ca. 3,45 Mio. Euro) veranschlagt, der fehlende Betrag wird vom Bundesstaat Pernambuco getragen.

Laut der BNDES soll das dreistöckige Gebäude im Stadtviertel Recife Antigo neben dem Museum auch eine Frevo-Schule sowie Aufführungsräume und Platz für Ausstellungen beinhalten. Bereits seit 1997 unterstützt das Finanzinstitut die Erhaltung des historischen Erbes in Pernambuco. Bislang wurden Mittel für insgesamt 21 Projekte in dem im Nordosten Brasiliens gelegenen Bundesstaat bereit gestellt.

Neben dem geplanten Museum soll zudem das ganze Viertel revitalisiert werden. Viele Gebäude im Kolonialstil stehen dort seit rund 10 Jahren unter Denkmalschutz und sollen zukünftig neue Bars, Restaurants und andere Geschäfte beherbergen. Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung waren neben Vertretern der BNDES und der Robert-Marinho-Stiftung auch der Gouverneur von Pernambuco, Eduardo Campos und der Bürgermeister von Recife, João da Costa anwesend.

Der Frevo ist ein brasilianischer Musikstil aus Pernambuco und wird vor allem zum Karneval in Recife und Olinda gespielt. Man findet ihn kaum im übrigen Brasilien. Das Wort „Frevo“ wird abgeleitet von „ferver“ (kochen), womit die Stimmung bei dieser schnellen Tanzmusik gut beschrieben wird. Getanzt wird dazu vor allem in der Hocke, angereichert mit akrobatischen Sprüngen und Verrenkungen, z.T. mit Figuren aus dem Capoeira, wobei viele Tänzer einen bunten Schirm schwenken, um besser das Gleichgewicht halten zu können.

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