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Indianer in Brasilien nehmen Geisel und drohen mit Stromausfall für 40.000 Familien

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Datum: 22. September 2009
Uhrzeit: 18:15 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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indianer-maranhaoIndianer im Nordosten Brasiliens drohen unverholen mit der Unterbrechung der Stromversorgung für 40.000 Familien. Angehörige des Stammes der „guajajara“ wollen mit dieser Massnahme für 16 Dörfer im Bundesstaat Maranhão den sofortigen Anschluss an das Elektrizitätsnetz erzwingen. Auf der Strecke zwischen Amarante und Sítio Novo im Südosten des Bundesstaates halten sie zudem einen Mitarbeiter des regionalen Stromversorgers in ihrer Gewalt und haben die regionale Verbindungsstrasse gesperrt.

Die Vertreter der 16 Dorfgemeinschaften campieren seit geraumer Zeit an einer Verteilerstation. Sie wollen nicht weichen, bis das Regierungsprogramm „Licht für alle“ auch ihre Ansiedlungen entlang der 43 Kilometer langen Verbindungsstrasse erreicht hat. Die Situation vor Ort ist allerdings kritisch, Lebensmittel und Wasser werden langsam knapp. Ein Materialtransporter des Energieversorgers „Companhia Energética do Maranhão“ (Cemar) samt Fahrer sind bereits seit rund 1 Woche in der Gewalt der Indios. Niemand sei von offizieller Seite gekommen, um sich zu versichern, ob er wohlauf sein, reklamierte der Mitarbeiter im brasilianischen Fernsehen.

Der Zufahrt zur Stadt Amarante ist durchweg blockiert, unter zwei sich in der Nähe befindlichen Transformatoren der Cemar wurde Holz aufgeschichtet. Das Feuer sollen die Installationen zerstören, werden die Forderungen nicht endlich erfüllt. In der Region werden von dort aus rund 40.000 Haushalte mit Elektrizität versorgt.

„Wir sind müde, müde der Versprechungen. Am Mittwoch um 12 Uhr, zur Stunde der heissen Sonne. Das ist der Zeitraum“ erläutert der Anführer des Stammes, Leandro Guajajara, die letzte Frist bis zur Zerstörung der Transformatoren. Die nationale Indianerbehörde Funai hat nach eigenen Angaben in einer Sitzung mit Vertretern der „guajajara“ und des Energieversorgers erste Erfolge erzielt. Demnach sollen die Arbeiten im Programm „Licht für Alle“ am Mittwoch wieder aufgenommen werden. Zeitgleich sollen die anliegenden Munizipe die Zufahrten zu den Dörfern verbessern. Die Indianer haben ihrerseits zugesichert, den Fahrer sofort nach Beginn der Arbeiten freizulassen.

siehe auch:

Grafik: Google Maps, Screenshot: Rede Globo

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