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Straßenkehrer demonstrieren im Karneval von Rio für bessere Arbeitsbedingungen

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Datum: 02. März 2014
Uhrzeit: 05:09 Uhr
Ressorts: Carnaval
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Die erste Nacht der Sambaparaden im Karneval von Rio de Janeiro hat nach offiziellen Angaben alleine im Sambódromo Marquês des Sapucaí 21 Tonnen Müll verursacht. Hunderte von Beschäftigten der städtischen Entsorgungsbetriebe (Comlurb)waren im Einsatz, um die Zone für den kommende Nacht wieder vorzubereiten. Auch bei den Straßenumzügen in der Millionenmetropole kam jede Menge Abfall zusammen. In Santa Teresa mussten bei Bloco das Carmelitas über 10 Tonnen entsorgt werden.

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Da trifft es sich gar nicht gut, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der Straßenkehrer sich nun Karneval für den Arbeitskampf ausgesucht hat. Mehrere Hundert der gut 2.000 Reinigungskräfte hatten sich am Samstag auf den Weg zum Sambódromo gemacht, wurden jedoch kurz vor dem Ziel von Sicherheitskräften aufgehalten. Auch der Weg zum nahe gelegenen Rathaus wurde ihnen versperrt, so daß kurzerhand die daran vorbeiführende Hauptstraße blockiert wurde. Die Polizei setzte anschliessend Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen.

Die Straßenkehrer drohen nunmehr offen mit Streik für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Gehalt, Essensgutscheine und vor allem die Bezahlung von Überstunden. Nach einer befristeten Arbeitsniederlegung am Freitag (28.) wollte man sich am Samstag eigentlich mit Vertretern der Comlurb treffen, die jedoch glänzten durch Abwesenheit. Seit Jahren sind die städtischen Reinigungskräfte unzufrieden. „Wir können es nicht mehr ertragen. Die Gehälter sind mit 900 Reais (ca. 280 Euro) sehr niedrig und Arbeitsbedingungen miserabel. Es fehlen Mitarbeiter. Aber die Comlurb will daran nichts ändern“ erklärt Bruno Lima, einer der Organisatoren der Proteste.

Auch wenn am Freitagabend nur kurzzeitig und keineswegs flächendeckend die Arbeit eingestellt wurde, am Samstagmorgen bot sich Frühaufstehern ein schlimmes Bild. Ganze Stadteile wie das Ausgehviertel Lapa versanken im Dreck. Erst gegen 9 Uhr Morgens liessen sich ein paar Straßenkehrer blicken, die die Hinterlassenschaften der Karnevalsfeiern beseitigten.

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