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Brasilien verstärkt Suchaktion nach Air France Maschine im Atlantik

Datum: 01. Juni 2009
Uhrzeit: 12:39 Uhr
Ressorts: Tourismus
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Katastrophe mitten im Atlantik: Irgendwo vor der Küste Brasiliens verschwand der Airbus vom Radar (Grafik: brasilien Magazin)

Die brasilianische Luftfahrtbehörde ANAC hat in einer Pressemitteilung erklärt, dass die Passagierliste erst nach Überprüfung der jeweiligen Nationalität durch die brasilianische Bundespolizei und der Benachrichtigung der Angehörigen freigegeben wird. Ein genauer Zeitplan könne nicht genannt werden. In einem früheren Bulletin hatte ANAC die Veröffentlichung für 11 Uhr Ortszeit Brasília vorgesehen.

An Bord des Airbus A330-200 waren 216 Passagiere: 126 Männer, 82 Frauen, 7 Kinder und ein Baby sowie 12 Besatzungsmitglieder. Das französische Innenministerium geht von mindestens 60 französischen Staatsbürgern an Bord aus, zudem sollen Italiener und Marrokaner mitgeflogen sein. Auch mindestens 20 deutsche Staatsbürger seien in der Maschine gewesen. Die Mehrheit der Passagiere dürften jedoch brasilianischer Nationalität sein, im grössten Land Südamerikas wird mittlerweile mit mehr als 100 Todesopfern gerechnet. Der französische Reifenhersteller Michelin hat inzwischen die Anwesenheit von drei Mitarbeitern an Bord bestätigt. Dabei soll es sich unter anderem um den Brasilianer Luiz Roberto Anastácio, Südamerikachef des Konzerns, handeln.

Der Air France Flug AF 447von Rio de Janeiro nach Paris ist aus bislang ungeklärter Ursache am frühen Montagmorgen über dem Atlantik von den Radarschirmen verschwunden. Zuvor durchflog die Maschine eine Schlechtwetterzone und setzte um 23.15 Uhr Ortszeit Brasília eine automatisierte Meldung über Störungen an Elektronik und Kabinendruck ab. Zu diesem Zeitpunkt bestand bereits kein Funkkontakt mehr mit der brasilianischen Flugleitstelle. Experten halten es für Wahrscheinlich, dass die Maschine von einem oder mehren Blitzen getroffen wurde und daraufhin abstürzte.

Das Militär hat am späten Vormittag die Suchaktion im Atlantik ausgeweitet. Inzwischen beteiligen sich drei Aufklärungsflugzeuge der Luftwaffe und drei Schiffe der brasilianischen Marine an der Suche nach dem Wrack. Das Militär, welches die Suchaktion koordiniert, spezifizierte zudem den Suchradius. Die Unglücksstelle wird nun 597 nautische Meilen oder 1.100 Kilometer vor Natal bzw. 425 nautische Meilen oder 770 Kilometer von der Inselgruppe Fernando de Noronha entfernt in Richtung Kapverden vermutet.

Der Airbus A 330-200 mit der Kennung F-GZCP war seit April 2005 bei Air France in Betrieb. Die Maschine hatte bislang 18.000 Flugstunden absolviert und hatte alle erforderlichen Genehmigungen für Langstreckenflüge. Laut Auskunft der französischen Behörden wurde die Fluglizenz am 02. März dieses Jahres erneuert.

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