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Altamira – der Riese im Amazonas

Datum: 26. April 2006
Uhrzeit: 21:48 Uhr
Ressorts: Tourismus
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Heute lernen wir Altamira kennen, die flächenmässig grösste Gemeinde der Welt. Ich hatte ja bereits von Barcelos berichtet, musste mich jedoch korrigieren lassen. Warum die brasilianische Tourismusbehörde EMBRATUR diesen Fehler auf ihre Webseite hat, hat sie mir bis dato auch auf Anfrage nicht verraten.

Altamira liegt im Bundesstaat Pará im Norden Brasiliens und hat eine Grundfläche von 161.445,93 km². Damit ist sie ungefähr viermal so gross wie die Schweiz. Bei knapp 85.000 Einwohnern bedeutet dies eine Bevölkerungsdichte von 0.5 Menschen je km². Das Zentrum, wenn man es als solches bezeichnen kann, liegt am Rio Xingú. Daher wird auch gerne liebevoll „Prinzessin des Xingú“ genannt. Gewachsen ist die Stadt durch den Bau der Transamazônica, der einzigen Straße, die den dichten Regenwald von Ost nach West durchzieht. Dadurch kamen in den 70er Jahren viele Menschen aus anderen Teilen Brasiliens in die Region.

Altamira ist touristisch inzwischen für das Sportfischen berühmt. Daneben sind insgesamt 21 Wasserfälle, 5 Inseln, 20 Nebenflüsse und viel unberührte Natur zu erleben. Doch auch die Infrastruktur ist ausgebaut worden. Krankenhäuser, Parks, ein Regionalflughafen, Hotels, Strandanlagen am Fluss und vieles mehr wurden zwischenzeitlich errichtet.

Die riesige Gemeinde ist bequem per Flugzeug von Belém aus, der 510 km entfernten Hauptstadt Parás, zu erreichen. Aber auch auf dem Landweg kann man mit einem Reisebus von Tucuruí aus über 720 km Transamazônica die Gemeinde ansteuern.

Die Küche ist traditionell, jedoch auch mit italienischen Einflüssen versehen. Und selbst Churrasco-Liebhaber kommen hier weit im Norden auf ihre Kosten. Denn so mancher Gaúcho hat sich nach Pará verirrt und die Zubereitung der Grillspezialitäten weit von seiner Heimat entfernt manifestiert. Doch die grösste Spezialität sind und bleiben natürlich die Fischgerichte. Und frischen Fisch bietet der Rio Xingú massenhaft.

Geplant ist derzeit der Bau eines Wasserkraftwerkes am Xingú. Durch die Aufstauung sollen etwa 400 km² Land überflutet werden. Am Ende soll die „Hidreléctrica“ etwa 11 Gigawatt Leistung erbringen. Als negativ zu betrachten ist die fortschreitende illegale Abholzung des Regenwaldes und Machtkämpfe um Landbesitz. Hier wird selbst vor Mord nicht zurückgeschreckt. Inzwischen wurde jedoch ein grosser Teil der Region von der Regierung in Brasilia zum Naturschutzgebiet erklärt.

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