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Fulminante Wiederwahl von Cristina Kirchner in Argentinien

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Datum: 24. Oktober 2011
Uhrzeit: 12:07 Uhr
Ressorts: Südamerika
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Bei dem Präsidentschaftswahlen in Argentinien ist Amtsinhaberin Cristina Kirchner am Sonntag (23.) mit einem fulminanten Ergebnis wiedergewählt worden. Die Peronistin kam an Ende mit 53,8 Prozent der Stimmen deutlich über die für den ersten Wahlgang notwendige Mehrheit von 45 Prozent. Es ist der deutlichste Sieg bei einer Wahl ins höchste Staatsamt seit 1983. Kirchner ist zudem der erste Frau, die in dem südamerikanischen Land zwei Präsidentschaftswahlen hintereinander gewinnen konnte.

Insgesamt sieben Kandidaten hatten sich dem Votum der knapp 29 Millionen Wählerinnen und Wählern gestellt. Deutlich abgeschlagen auf Rang 2 landete der Sozialist Hermes Binner mit 17 Prozent, gefolgt von Ricardo Alfonsín (11%) und Alberto Rodríguez Saá (8%). Ex-Präsident Eduardo Duhalde kam mit knapp 6 Prozent überraschend nur auf Rang 5. Die Wahlbeteiligung lag trotz Wahlpflicht mit 78,9 Prozent nur leicht höher als bei den letzten Präsidentenwahlen 2007.

“Ich war die erste Frau, die [in Argentinien] Präsidentin wurde und jetzt bin ich die erste Frau, die wiedergewählt wurde. Ich kann wirklich nicht mehr verlangen” so die 58-jährige ehemalige Senatorin vor Zehntausenden jubelnden Anhängern auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires. Den Sieg widmete sie ihrem im vergangenen Jahr verstorbenen Mann Néstor Kirchner. „Ohne ihn würde ich hier jetzt nicht stehen“ so die ganz in schwarz gekleidete Witwe mit Tränen in den Augen. Das Land rief sie zur Einigkeit auf. Es sei in den vergangenen Jahren zwar schon viel erreicht worden, doch noch immer gäbe es viel zu tun.

Kirchner hatte bereits in der Vergangenheit nicht unerheblich von der Popularität ihres Mannes und Amtsvorgängers (2003-2007) profitiert, durch seinen Tod schossen die Umfragewerte zusätzlich in die Höhe. Aber auch das beständige Wirtschaftswachstum konnte sie für ihren Wahlkampf nutzen. Die von der Opposition kritisierten zahlreichen Korruptionsaffären und die anhaltende Inflation schadeten ihr hingegen kaum.

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