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Nach Erdbeben in Japan: Tsunami in Lateinamerika bislang weniger drastisch als erwartet

krisenstab-chile

Datum: 12. März 2011
Uhrzeit: 12:12 Uhr
Ressorts: Südamerika
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Der nach dem verheerenden Erdbeben mit Stärke 8.9 in Japan befürchtete Tsunami ist am Samstag auf die Küsten Lateinamerikas getroffen. In fast allen Ländern an der Westküste des Subkontinents gaben die Behörden entsprechende Warnmeldungen aus und evakuierten die Bevölkerung. Während von Mexiko bis Peru die Wellen eher gering ausfielen, türmte sich das Wasser an der Südküste Chiles bis zu acht Metern auf. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, auch soll es mindestens zwei Tote gegeben haben.

Wie die Nachrichtenagentur agência latina press in einem Liveticker berichtet, sprach Innenminister Rodrigo Hinzpeter allerdings bereits von einer “zunehmenden Normalisierung unseres gesamten Festlandes”. Zuvor sorgten Berichte für Panik, die Flutwelle steuere mit 600 bis 800 km/h auf den Andenstaat zu. An der „Isla Grande de Chiloé“ im Süden des Landes sollen durch den Tsunami mehrere Boote beschädigt worden sein. Allerdings steht nach Medienberichten die höchste Welle noch aus, sie wird für die kommenden Stunden erwartet.

In Peru wurden im Küstenbereich nach letzten Meldungen mehrere Häuser überflutet, Menschen kamen nicht zu Schaden. Zuvor hatte die Regierung eine am Meer entlangführende Autobahn gesperrt.

In Nicaragua gilt weiterhin für 74 Gemeinden entlang der 427 Meilen langen Pazifik-Küste ein Tsunami-Notfallplan, die Wellen waren zuvor in abgeschwächter Form auf die Küste getroffen und hatten keine Schäden angerichtet.

In Ecuador hatte Präsident Rafael Correa aufgrund des drohenden Tsunamis über das ganze Land den Ausnahmezustand verhängt. Die Pazifikinsel San Cristobal wurde nach Augenzeugenberichten überflutet, nachdem sich das Meer zuvor rund 30 Meter zurückgezogen hatte. Auch die Insel Santa Cruz wurde von den Wassermassen getroffen, hier wurden mehrere Boote wurden von ihren Ankerplätzen losgerissen.

Auch die Galapagos- und Osterinseln waren bereits gestern in Alarmbereitschaft gesetzt worden. Menschen flüchteten in höher gelegene Gebiete, aber auch hier blieb die befürchtete Katastrophe aus. Hier wurden einige auf Höhe des Meeresspiegels gelegene Orte überflutet, Menschen kamen nach letzten Meldungen nicht zu Schaden.

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