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Peinliche Panne: Ferrari-Crew lässt Titelträume von Felipe Massa platzen

Datum: 28. September 2008
Uhrzeit: 19:39 Uhr
Ressorts: Sport
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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Dies hat Felipe Massa wirklich nicht verdient. Es war ein schwarzer Tag für den Brasilianer beim Grossen Preis von Signapur am heutigen Sonntag. Nach seiner hervorragenden Leistung im Qualifying, die ihm die Pole-Position bescherte; nach der souveränen Verteidigung seines Startplatzes beim Rennen und dem herausgefahrenen Vorsprung von über 5 Sekunden auf Kontrahent Lewis Hamilton in den ersten 15 Runden lässt ein Fehler der Ferrari-Crew den Weltmeistertitel in ganz weite Ferne rücken.

Beim Tankstopp in Runde 18 schaltet die Ampel zu früh auf grün – von Hand gesteuert versteht sich – und Massa fährt los. Doch der Tankrüssel steckt noch am Fahrzeug fest. Die ganze Boxengasse entlang schleift der Ferrari-Pilot ein paar Meter Schlauch hinter sich her und wartet schliesslich am Ende an der Ausfahrt zur Rennstrecke auf sein Team, welches eine gefühlte Ewigkeit braucht, um das Angängsel zu entfernen. Zudem hat er beim Losfahren ein anderes Fahrzeug geschnitten und bekommt dafür auch noch eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. All diese Peinlichkeiten und absolut für Ferrari unwürdigen Pannen hatten zur Folge, dass Massa unverschuldet von 1. auf den letzten Platz im Teilnehmerfeld zurückfiel.

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Nach 61 Runden kommt Massa beim ersten Nachtrennen in der Geschichte der Formel 1 als 13. und damit ins Ziel, Hamilton wird dagegen Dritter, fährt lächelnd sechs Punkte ein und erhöht seinen Vorsprung drei Rennen vor Saisonschluss auf sieben Zähler. Selbst wenn Massa nun in Japan, China und beim grossen Finale in Brasilien jeweils gewinnt und Hamilton Zweiter wird, der Brite würde noch mit einem Punkt Vorsprung den Weltmeistertitel abstauben.

Aus eigener Kraft kann es der sympathische Brasilianer also gar nicht mehr schaffen. Doch die Formel 1 – Piloten sind nur so gut wie ihre Boliden und das Team, welches hinter ihnen steht. Heute verlor Massa abermals 12 Punkte, selbiges passierte ihm auch in Ungarn, als er zwei Rennen vor Schluss souverän in Führung liegend aufgrund Motorschadens ausschied.

Im Brasilien träumte man davon, dass Felipão es möglich macht und nach einer Durststrecke von 17 Jahren endlich wieder einen Weltmeistertitel in der Formel 1 in das ‚pais tropical‘ holt. 1991 war es letztmalig Ayrton Senna, der mit seinem dritten Titel eine ganze Nation in Aufregung versetzte. Doch sollten nun alle Bemühungen in diesem Jahr gescheitert sein, nur weil heute ein Mechaniker zu früh aufs Knöpfchen drückte? Ganz Brasilien wird dem tragischen Verlierer von Singapur nun in den kommenden Wochen die Daumen drücken – verdient hat er es nämlich auf jeden Fall!

(Fotos: Divulgação / Agência)

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Kommentarbereich

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  1. 1
    dervogt

    na ja – wer FIAT fährt is eh schon von haus aus gstraft genug 🙂