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27. Oktober 2009 - 20:50h | Aktualisiert: 20. November 2009 - 08:03h

Brasilien: Staatliche Entwicklungsbank darf WM-Stadien finanzieren

lula-fifa-normalDie brasilianische Entwicklungsbank BNDES darf ab sofort Kredite für Neubauten und Umbauten der zwölf geplanten Spielstätten der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien vergeben. Ein entsprechendes Dekret wurde am Dienstag (27.10.) von Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva unterzeichnet. Dies berichtet das Brasilien WM 2014 FanMagazin.

Bereits im September wurde die Schaffung der Kreditlinie angekündigt, bislang fehlte jedoch die offizielle Zustimmung des Staatsoberhauptes. Sportminister Orlando Silva erklärte nach der Unterzeichnung, dass private Stadien identische Konditionen wie öffentliche Arenen erhalten können. “Private Investoren können Kredite zu gleichen Bedingungen wie die Öffentlichen aufnehmen, sie haben jedoch Sicherheiten zu hinterlegen” erklärte der Minister. Betroffen sind davon jedoch nur 3 der 12 Spielstätten: die Arena da Baixada in Curitiba, das Gigante da Beira-Rio in Porto Alegre und das Morumbi – Stadion in São Paulo.

Die Kredite der Entwicklungsbank finanzieren maximal 75 Prozent der Baukosten und sind zudem auf 400 Millionen Reais (ca. 155 Mio. Euro) gedeckelt. Die Gelder dürfen allerdings auch Infrastrukturmassnahmen und bessere Erreichbarkeit der Sportanlagen verwendet werden. Die Laufzeiten der Kredite wurden entgegen der Ankündigung im September von 10 auf 12 Jahre erhöht. Der normale Jahreszins beträgt 1,9 Prozent, die ersten drei Jahre fallen jedoch keine Langzeitzinsen von ca. 6 Prozent jährlich an.

Die zwischen der brasilianischen Regierung und der Fifa getroffene Vereinbarung sieht vor, dass bis spätestens März 2010 mit den Neu- und Umbauten der WM-Stadien begonnen wird. Die nun mögliche Finanzierung zu besonderen Konditionen widerspricht allerdings der ursprünglichen Intention des brasilianischen Fussball-Verbandes CBF, der in der Bewerbungsphase noch von vollständig privat finanzierten Arenen gesprochen hatte. Nun schwenkte Verbandspräsident Ricardo Teixeira um und betonte, dass dass mindestens neun der zwölf Stadien mit öffentlichen Geldern neu errichtet oder umgebaut werden müssten, da sie den jeweiligen Städten oder Bundesstaaten gehörten.

Foto: Ricardo Stuckert / PR

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