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War der Todesflieger von Goiânia ein Vergewaltiger?

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Datum: 13. März 2009
Uhrzeit: 14:13 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Vater und Tochter kamen bei dem Absturz des Kleinflugzeugs auf dem Parkplatz eines Shoppingcenters ums Leben (Foto: Divulgação)

Nach dem Flugzeugunglück in Brasilien, bei dem am Donnerstag in der Provinzhauptstadt Goiânia der 30-jährige Kleber Barbosa da Silva und seine 5 Jahre alte Tochter getötet wurden, kommen mittlerweile immer mehr Details ans Licht. Wie die Polizei in einer Pressekonferenz bekannt gab, lag gegen den Familienvater ein Haftbefehl vor. Er wird verdächtigt, am Montag dieser Woche ein 13-jähriges Mädchen in seinem Auto mitgenommen und vergewaltigt zu haben. Das Kind hatte den Vorfall bei der Polizei angezeigt und konnte sich an Teile des Autokennzeichens erinnern. Nach einem Datenabgleich erkannte sie dann auch ihren mutmasslichen Peiniger auf einem Foto in der Datenbank der Polizei.

Dies könnte „der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte“ vermutet Polizeikommissar Manoel Borges, der die Untersuchungen bezüglich des Absturzes leitet. Der Mann sei „emotional gestört“ gewesen und sei wahrscheinlich in Hinblick auf die drohende Verhaftung ausgerastet. Auch sei er arbeitslos gewesen und seine Ehe habe gerade eine Krise durchlaufen. Die Polizei hatte bereits am Mittwoch versucht, den Mann festzunehmen, ihn jedoch an zwei bekannten Adressen nicht angetroffen.

Allen Anschein nach wollte Kleber in seiner Verzweiflung das Flugzeug tatsächlich in den Eingangsbereich des zu diesem Zeitpunkt mit rund 10.000 Personen sehr gut besuchten Einkaufszentrums rund 10 Kilometer ausshalb des Zentrums von Goiânia lenken. Die Maschine zerschellte jedoch auf dem Parkplatz des Shoppingcenters (mehr…). Mindestens 23 Autos wurden beschädigt, Verletzte am Boden gab es wie durch ein Wunder keine. Kleber und die fünfjährige Penélope Barbosa Correia konnten jedoch nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden.

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Riss sich und seine Tochter in den Tod: Kleber da Silva (Foto: Rep.TV)

Laut Informationen der brasilianischen Luftfahrtbehörde Anac hatte der Mann keinerlei Fluglizenz, weder für die einmotorige Embraer noch für ein anderes Fluggerät. Warum er jedoch die Maschine fast zwei Stunden in der Luft halten und zudem waghalsige Manöver über der rund 1.3 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt des Bundesstaates Goiás vollbringen konnte, ist bislang völlig unklar. Aus Sicherheitsgründen musste der dortige Flughafen für gut 75 Minuten komplett gesperrt werden, zwei Maschinen der brasilianischen Luftwaffe und ein Hubschrauber der Militärpolizei verfolgten das Kleinflugzeug.

Der Mann hatte die Maschine auf der Startbahn von Luziâna gestohlen, nach dem er den Piloten mit Waffengewalt zum Verlassen des Flugzeugs zwang. Diesem drohte er: „Ich habe heute schon eine Person getötet und kann auch noch eine weitere töten“. Nach Angaben des Leiters des Flugplatzes hatte er zuvor völlig harmlos die Maschine gechartet, angeblich um mit seiner Tochter einen Rundflug zu unternehmen.

Die Mutter, die vor dem Diebstahl des Flugzeugs von ihrem Mann im Streit mit einem Feuerlöscher attackiert und auf einer Landstrasse aus dem Auto geworfen wurde, ist derzeit nicht vernehmungsfähig. Sie trug körperlich zwar nur leichte Verletzungen davon, erlitt jedoch einen Zusammenbruch, als sie vom Tod ihrer Tochter erfuhr. Das kleine Mädchen soll noch heute beerdigt werden.

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