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RBD verursacht Massenpanik

Datum: 06. Februar 2006
Uhrzeit: 03:35 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Das Thema ist traurig. Es gab drei Tote auf einem Parkplatz eines Shopping-Centers in São Paulo. Grund war Gedränge, Hitze, Wahn und zum Schluss wohl Massenpanik. Und dies unter meist jugendlichen Fans. Aber weshalb? Die Antwort lautet schlicht und einfach RBD!

RBD heisst auf Deutsch soviel wie „GZSZ-AllStar-Band“! Die Schauspieler einer mexikanischen Telenovela namens Rebelde haben sich zu einer Band zusammengeschlossen und machen inzwischen sehr erfolgreiche Musik in ganz Südamerika. So erfolgreich, dass sie ihre Alben auch schon in portugiesischer Sprache aufnehmen. Die Musik der Gruppe findet man auch in den Brasil-Charts dieser Woche!

Und sie geben Autogrammstunden in Brasilien. Zum Beispiel auf einem Parkplatz eines Shopping-Centers. Und weil sie ja so erfolgreich sind, wird ein Areal gemietet, wo gut und gerne 100 Leute draufpassen. Schliesslich sollte es ja nur ein ganz kleines Konzert am Anschluss geben! Jetzt war aber schönes Wetter, und deshalb kamen ein paar mehr Fans. Die haben sogar dort übernachtet. Denn heiss war es ja ausserdem. Letztendlich waren es dann doch zwischen 10.000 und 15.000 Fans! Und da kann es schon einmal etwas eng werden. Wo man ja niemals mit so etwas gerechnet hat. Und dann gab es die Massenpanik beim Ansturm auf die Autogrammkarten! Unglaubliche Szenen – unglaubliches Chaos! Helfer hilflos – Eltern verzweifelt!

Von drei Toten und über 40 zum Teil schwer verletzten Besuchern berichten die Medien hier, einige Zeitungen in Deutschland haben die Meldung ebenfalls übernommen. Sie steht irgendwo zwischen Manila und dem rotem Meer, irgendwo zwischen 90 Toten und 1000 Toten, zwischen Stadion-TV-Show und Fährunglück. Mal sind es die Behörden, die die Besucher nicht koordinieren können, mal Kapitäne, die als erstes das Schiff verlassen, oder es ist eine hysterische Menge kreischender Kiddies, die ihren Idolen einmal um den Hals fallen wollen. Und das sind wirklich die gefährlichsten von allen. Wenn ein jeder nur genau das bekommt was wer will. Zugang, Abgang, Abgesang.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Kevin

    Das ist echt schlimm. Ich würde nie auf solche Autogrammstunden gehen, das ist ein Grund dafür: so ein Gedränge.

  2. 2
    Ultra Violet

    Die Gründe für sowas sind vielfältig: Zu kleine Räumlichkeiten. Fanatismus der Fans wird unterschätzt. Mit Massenpanik wird nicht gerechnet. Was soll den groß passieren etc. ?

    Aber es liegt leider auch in der Natur des Menschen, kopflos zu reagieren, wenn die Situation brenzlig wird… siehe Innsbruck ´99
    Keine Popstars, kein südliches Temperament, keine Hizte und trotzdem Massenpanik.
    Ich habe immer Probleme in engen, überfüllten Räumen (Konzerte, Museen etc.) oder bei großen Menschenmassen und Gedränge. Wenn irgendwas Unvorhergesehenes passiert, wird man glatt zu Tode getrampelt – denn der Mensch wird wieder zum Tier.

  3. 3
    Bagi

    Wie immer ist alles chaotisch organisiert. Wie auch der Kartenvorverkauf von U2 die in diesem Monat in São Paulo spielen.
    Der erste Versuch die Karten an den Mann zu bringen ging total in die Hose. An den wenigen Vorkaufstellen drängten sich insgesamt 100.000 Menschen. Selbst diejenigen, die schon 24 Std. in der Schlange warteten gingen leer aus. Einer der Gründe: Das Drucken von nur 1 Eintrittskarte dauerte 30 Minuten!!
    Die Polizei musste eingesetzt werden um die aufgebrachte Menschenmenge zu beruhigen.
    Auch der Verkauf über das Internet war regelrecht ein Griff in die Toilette. Der Server brach zusammen.
    Laut Informationen des Organisators, hatte man nicht so einen großen Ansturm erwartet.

    Nun war am Wochenende der zweite Anlauf. Die Karten konnten nur noch telefonisch reserviert werden. Klar, dass auch so etwas in Brasilien nicht funktioniert. Grundvoraussetzung für eine Bestellung waren die Angabe vom Namen, Anschrift, Telefon, Email oder Fax, Steuernummer!!!(auf die beglaubigte Geburturkunde wurde verzichtet 😉 ) Wie die Karten dann bezahlt werden, war allerdings noch unklar.
    Die Tageszeitung von São Paulo gelang es innerhalb von 3 Stunden mit weit mehr als 1000 Anrufen nur 1 Eintrittskarte zu bestellen. Ansonsten war immer kein Durchkommen. Wie die die vergebenen Karten nun bezahlt werden müssen war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Obwohl es hieß, dass man umgehend per Email darüber informiert wird.

    Hoffentlich klappt zumindest die Organisation des Konzerts. Nicht auszudecken was da alles passieren kann …

  4. 4
    Alexandra

    Wieso wurde damit nicht gerechnet? RBD- das ist eine der erfolgreichsten Bands in Südamerika, die jetzt auch den Norden Amerikas begeistern… also auf einen größeren Parkplatz hätte man gehen können… oder zumindest absperren und nur 100-200 Leute reinlassen…
    Security und die Organisation muss gut sein, vor allem bei RBD ^^

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