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Kahlschläge im Amazonas-Regenwald nehmen 40 Prozent zu

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Die Kahlschläge im Amazonas breiten sich immer weiter aus (Foto: Handout/IBAMA)
Datum: 25. August 2018
Uhrzeit: 08:41 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 1 Kommentar

Der Amazonas-Regenwald wird weiter zerstört. Das „Instituto do Homem e Meio Ambiente da Amazônia” (Imazon) hat in den vergangenen zwölf Monaten eine Zunahme der gerodeten Flächen um 39 Prozent registriert. Laut dem Institut sind zwischen August 2017 und Juli 2018 knapp 4.000 Quadratkilometer Regenwald dem Erdboden gleich gemacht worden.

Die Kahlschläge haben bereits das Herz Amazoniens erreicht, das sich vom brasilianischen Bundesstaat Acre, über Mato Grosso, Amazonas, Rondônia und Pará erstreckt. Die Rodungen konzentrieren sich vor allem entlang dreier Bundesstraßen. Betroffen sind private Landflächen und ebenso Schutzgebiete sowie Indio-Territorien.

Dem Institut Imazon zufolge werden 83 Prozent der gerodeten Flächen des Amazonas-Regenwald in Rinderweiden oder Ackerland verwandelt.

Die Imazon-Forscher verweisen zudem auf eine andere Art der Regenwald-Zerstörung, die über Satellitenbilder kaum wahr genommen wird: die Degradierung des Waldes. Als Gründe dafür werden kleinere Brände und die selektive Entnahme von Hölzern genannt. Die Degradierung wird als Vorstufe der Regenwaldzerstörung angesehen. In den vergangenen zwölf Monaten ist sie sprunghaft angestiegen. Von Imazon wird die Zunahme der degradierten Flächen mit 220 Prozent angegeben.

Dass die Kahlschläge um beinahe 40 Prozent zugenommen haben, wird von dem Institut unter anderem auf das Wahljahr zurückgeführt. Im Oktober dieses Jahres wählen die Brasilianer Abgeordnete, Senatoren und Präsident des Landes. In Wahljahren gebe es erfahrungsgemäß weniger Kontrollen, so Imazon.

Von Umweltminister Edson Duarte wird dies zurückgewiesen. An den Kontroll-Niveaus hätte sich nichts geändert. Auch die vorgelegten Zahlen bestreitet er. Laut dem Umweltminister gibt es keine signifikante Steigerung bei den Kahlschlägen.

Zur Kontrolle der Rodungen benutzt die brasilianische Regierung Daten des Raumforschungsintitutes Inpe. Die offziellen Zahlen über die Abholzungen zwischen August 2017 und Juli 2018 werden von der Regierung indes erst Ende des Jahres vorgelegt werden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Martin Westendorf

    Schuld an der Misere ist der 2016 durch Umsturz der Regierung Dilma Roussef an die Macht gepuschte illegitime Präsident Michel Temer, der den Schutz großer Flächen des Regenwaldes zugunsten der Agrarlobby aufgehoben hat!

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