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Größtes Flugzeug Brasiliens absolviert Jungfernflug

embraer-kc390

Die Embraer KC-390 hat in Brasilien erfolgreich den Jungfernflug absolviert (Foto: Embraer)
Datum: 05. Februar 2015
Uhrzeit: 10:12 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 1 Kommentar

Das größte je in Brasilien hergestellte Flugzeug hat seinen Jungfernflug am Dienstag (3.) mit Bravour bestanden. Erbauer der KC-390 sind die brasilianische Embraer und die Luftwaffe. Geplant ist der Einsatz des Militärjets in den verschiedensten Bereichen, unter anderem auch zur Bekämpfung von Bränden und bei humanitären Hilfen. Von der Luftwaffe sind 2014 bereits 28 KC-390 in Auftrag gegeben worden, die in den kommenden zwölf Jahren ausgeliefert werden sollen. Brasilien hofft allerdings auch auf Bestellungen aus dem Ausland.

Der brasilianische Riese misst 35,2 Meter Länge, kann mit 23 Tonnen beladen werden und ebenso zum Betanken anderer Flugzeuge oder Hubschrauber in der Luft dienen. Ausgestattet ist er mit modernster Technik. Landungen sind mit ihm ebenso auf unbefestigten Pisten möglich. Sein Einsatz soll in den verschiedensten Regionen möglich sein, von der kalten Antarktis bis zur tropischen Amazonas-Region, wie es von Seiten der brasilianischen Regierung heißt, die mit dem KC-390 das ehrgeizige Ziel verfolgt, den amerikanischen C-130 Herkules abzulösen. So soll der KC-390 mit 850 km/h auch schneller sein als dieser.

Am Bau beteiligt waren über 50 brasilianische Firmen sowie Einrichtungen aus Argentinien, Portugal und der Tschechischen Republik. Bisher wurden zwei Prototypen fertiggestellt. Diese sollen bis Ende 2016 weitere Tests durchlaufen. Fest steht jedoch auch schon die Produktion von 28 KC-390, die Anfang 2014 von der Luftwaffe in Auftrag gegeben wurden. Ihre Auslieferung ist im Verlauf der nächsten zwölf Jahre vorgesehen. Ihr Wert wird auf umgerechnet 2,4 Milliarden Euro beziffert, wobei in dem Betrag auch die Wartungskosten enthalten sind.

Aufträge erhofft sich Brasilien nun auch aus anderen Nationen. Laut dem Flugzeugbauer könnte mit der KC-390 der Markt in über 70 Ländern bedient werden.

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  1. 1
    Peter Hager

    Dieses Flugzeug ist, zumindest von der Wahl der Triebwerke her, kompletter Unfug. Die Turbofans, sind anfällig gegen von unbefestigten Pisten angesaugten Schmutz, Steine etc. Sie sind aufgrund ihres mässigen Nebenstomverhältnisses unwirtschaftlich (hoher Spritverbrauch = kurze Reichweite). Aus beiden Gründen wird seit über 60 Jahren für kleine Kurzstrecken Transporter Turboprop Antrieb gewählt. Dieser ist auf kurzen Strecken eindeutig effizienter als Strahltriebwerke und robuster. Gerade die alte C-130 Herkules von 1952 hat der KC-390 all dies voraus, ebenso die betagte Transall. Für Konstruktion, Bau und Beschaffung der KC-390 mag es andere Gründe geben, aber nicht den, ein für seinen Bestimmungszweck optimal geeignetes Flugzeug zu erhalten.