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Modernste Technik soll Geheimnisse der Urzeit-Brasilianer aufdecken

urzeit-brasilianer

Mit modernen Computertomographen wollen Forscher in Brasilien nun uralte Schädel untersuchen (Foto: André Strauss/Handout)
Datum: 10. Dezember 2014
Uhrzeit: 15:02 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare

Mit neuester Technologie wollen Forscher die bestehenden Rätsel um die Urzeit-Brasilianer lösen. Die Experten setzen dabei auf moderne Computertomographie, um so Aufschlüsse über die ältesten Urweinwohner zu gewinnen. Deren Schädel wurden nördlich von Belo Horizonte gefunden und sollen teilweise über 10.000 Jahre alt sein. An dem archäologischen Forschungsprojekt beteiligt ist neben der Universität von São Paulo (USP) auch das Max-Planck-Institut. Genauer unter die Lupe genommen werden insgesamt 40 Schädel. Um weitere Forschungen zu erleichtern, sollen von zahlreiche dreidimensionale Computermodelle angefertigt werden.

Entdeckt wurden die ersten archäologischen Stätten Brasiliens im Bundesstaat Minas Gerais bereits im 19. Jahrhundert. Allerdings werden die Schädelfunde nun erstmalig per Computer vermessen und gescannt. Unter den unweit der Gemeinde Lagoa Santa entdeckten Überresten befindet sich auch der sogenannte „Homem de Confins“, dessen Alter auf über 10.000 Jahre geschätzt wird. Von den Scans erhoffen sich die Wissenschaftler beispielsweise Rückschlüsse über die Größe und den Knochenbau der Urzeitmenschen Südamerikas. Ein weiterer Schritt wären Aussagen darüber, wie sie gelebt hatten. Die Technik der 21. Jahrhunderts könnte so durchaus ein gewaltiges Stück dazu beitragen, die Geheimnisse der Urzeit-Brasilianer aufzudecken.

Schon jetzt verraten die Fundstätten, dass die wohl ersten Ureinwohner Brasiliens ausgeprägte Bestattungsrituale hatten. So seien die Knochen vor der Bestattung voneinander getrennt, mit roter Farbe versehen und verbrannt worden. Dies zeuge von einem tiefen Respekt und einer ausgeprägten Zeremonie, wie die Archäologen André Strauss und Rodrigo Elias de Oliveira erklären. Insgesamt haben die beiden Forscher drei verschiedene Bestattungsrituale ausfindig gemacht. In einem Fall entdeckten sie einen Schädel, der als Aufbewahrungsgefäß für die sterblichen Überreste eines Menschen gedient hat.

Herausgefunden haben sie ebenso, dass in den verschiedenen Höhlen der Region die gleichen Bestattungsrituale stattgefunden haben. Dies zeige, dass vor 9.000 Jahren verschiedene Gruppen in dem Gebiet existiert haben. Diese müssten aufgrund der Parallelen somit auch der gleichen Kultur angehört haben, so die Forscher.

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