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Riesenmädchen aus Brasilien träumt von Modelkarriere

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Datum: 28. August 2010
Uhrzeit: 22:26 Uhr
Ressorts: Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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In Brasilien ist vermutlich ein weiterer Fall von Gigantismus aufgetreten. In Ajuruteua im nördlichen Bundesstaat Pará ist die 14-jährige Elisany Silva inzwischen ernorme 2,06 Meter gross. Der bildhübsche Teenager träumt zwar noch von einer Modelkarriere, die für das enorme Wachstum vermutlich verantwortliche Krankheit könnte der Schülerin jedoch recht schnell Strich durch die Rechnung machen.

Bereits heute hat das „brasilianische Riesenmädchen“ schon gewaltige Probleme im Alltag. In der bescheidenen Behausung der Familie stösst sie schon jetzt ständig mit dem Kopf an die Decke. Das Bett ist viel zu kurz, auch in den Schulbus passt sie laut einer im brasilianischen Fernsehen ausgestrahlten Reportage nicht mehr hinein. Zur Schule – auch aus Angst vor Hänseleien – geht sie mittlerweile nicht mehr. Im Durchschnitt ist in Brasilien ein Mädchen in diesem Alter mit 1,51 Meter über 50 Zentimeter kleiner.

Wie sie in der Reportage mit einer gehörigen Portion an Tristesse berichtet, könne sie auch nicht mehr mit ihren Freundin spielen. Auch habe sie starke Schmerzen durch die Wachstumsstörung, die bislang nicht genauer untersucht wurde. Die Familie lebt in ärmlichen Verhältnissen und hat weder Geld für Medikamente noch für eine umfassende und von einem Spezialisten durchgeführte Diagnose. Sollte sie an Gigantismus leiden, so könnte dies ein beständiges weiteres Wachstum von bis zu 15 Zentimetern im Jahr bedeuten.

Die Krankheit ist in Brasilien mit seinen über 190 Millionen Einwohnern nicht unbekannt. Vor gut 3 Jahren machte der heute 25-jährige José Cristovão da Silva mit einer Körpergrösse von damals 2,24 Meter weltweit Schlagzeilen. José leidet tatsächlich an der seltenen Krankheit der Akromegalie. Sein Körper produziert zu viele Wachstumshormone, Bindegewebe und Knochen wachsen daher ständig weiter. Nur durch eine dauerhafte uns sehr kostspielige medikamentöse Behandlung kann die Hormonproduktion reduziert werden.Bis zu 3.000 Euro kann eine solche Therapie monatlich verschlingen.

José ist jedoch keinesfalls der Rekordhalter im grössten Land Südamerikas. Er wird vom 24-jährigen Joélisson Fernandes da Silva (2,29m) aus Paraiba sogar noch um 5 Zentimeter übertroffen. Über die Namensgleichheiten „da Silva“ sollte man sich allerdings keine Gedanken machen. Keiner der drei ist miteinander verwandt. Der Namen „da Silva“ dürfte in Brasilien so oft vorkommen wie „Müller“, „Meier“ und „Schmidt“ im deutschsprachigen Raum zusammen.

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