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Brasilien: Tornado fordert Todesopfer im Bundesstaat Santa Catarina

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Datum: 08. September 2009
Uhrzeit: 13:14 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Ein Tornado hat in Santa Catarina mindestens vier Todesopfer gefordert.

Ein Tornado mit Windgeschwindigkeit von mehr als 120 km/h hat im Westen des Bundesstaates Santa Catarina eine Schneise der Verwüstung verursacht. Mindestens vier Menschen kamen in der Stadt Guaraciaba in der Grenzregion zu Argentinien ums Leben, darunter ein 10-jähriges Mädchen. Über 80 Personen wurden nach letzten Informationen verletzt. Laut dem regionalen Zivilschutz wurden Dreiviertel aller Häuser beschädigt, viele Menschen sind obdachlos. In der Gemeinde mit rund 10.000 Einwohnern fiel vielerorts der Strom aus, der Notstand wurde mittlerweile ausgerufen.

Lokale Radiostationen sprechen sogar von Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Ein mit 10 Tonnen Fleisch beladener LKW soll durch den Tornado umgeworfen worden sein. Die tragischen Opfer der Katastrophe wurden nach Augenzeugenberichten bis zu 200 Meter von ihren Häusern entfernt aufgefunden. In einigen Bereichen steht noch immer weder Elektrizität, Leitungswasser oder Telefonanschluss zur Verfügung. Stromleitungen sollen zudem diverse Regionalstrassen blockieren.

Von der anderen Seite der Grenze im benachbarten Argentinien sprechen die Nachrichtenagenturen derzeit von mindestens 10 Toten durch das Unwetter, welches nach einem schwülheissen Tag überraschend in der Nacht über die Region herein brach. Betroffen ist vor allen die Provinz Misiones in unmittelbarer Nähe zu Brasilien und Paraguay. Unter den Opfern sollen sich sieben Kinder befinden. Mindestens 50 Menschen wurden verletzt, mehrere Häuser sind nach letzten Informationen komplett eingestürzt.

Auch im östlich gelegenen Blumenau kam es zu Schäden durch starke Winde und ausgiebigen Hagel. Im Vale do Itajaí waren zeitweilig bis zu 240.000 Haushalte ohne Strom. Selbst im rund 200 km nördlich gelegenen Toledo im Bundesstaat Paraná (Sitz unserer Redaktionsräume) waren die Ausläufer des Unwetters, welches den gesamten Süden Brasiliens heimsuchte, noch zu spüren. Im südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul verursachten Hagel, starke Niederschläge und Windböen ebenfalls massive Schäden. Hier kam es bereits am Montag im Tagesverlauf zu dem verheerenden Unwetter, in dessen Folge Stromleitungen umknickten und Bäume entwurzelt wurden. In Bagé wurde daraufhin der geplante Umzug zum Unabhängigkeitstag Brasiliens abgesagt.


Temporais provocam estragos em Santa Catarina – 08/09/2009 auf einer größeren Karte anzeigen

Für Meteorologen ist die Stärke des Sturms in der rund 800 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Region im Landesinneren mehr als ungewöhnlich. Das Gebiet ist zwar bekannt für starke Winde und heftige Niederschläge, mit dieser Intensität oder gar einem Tornado hat jedoch niemand gerechnet. Verantwortlich dafür war eine antarktische Kaltfront, die auf warme Winde aus dem Norden des südamerikanischen Kontinents traf. Über eine Stunde wütete das katastrophalste Unwetter in der Geschichte der Region. Erst am Donnerstag soll sich die Wettersituation stabilisieren.

Foto: Folha do Oeste / Divulgação

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