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Weiterhin kein offizieller Fall von Mexiko-Grippe in Brasilien

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Datum: 06. Mai 2009
Uhrzeit: 15:43 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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influenza-a-brasilNoch immer existiert kein offizieller Fall von Schweinegrippe in Brasilien. Wie das Gesundheitsministerium am heutigen Mittwoch mitteilte, besteht bei 26 Personen jedoch der Verdacht, dass diese den Influenza A (H1N1) – Virus in sich tragen könnten. Die Fälle werden in 11 Bundesstaaten sowie dem Hauptstadtdistrikt ständig überwacht. Die Patienten werden auf Isolierstationen mit dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Medikament Tamiflu behandelt.

Laut der Pressemitteilung des Ministerium sind die Verdachtsfälle der Mexiko-Grippe in Brasilien wie folgt verteilt: São Paulo (9 Patienten), Minas Gerais (1), Rio de Janeiro (3), Santa Catarina (2), Tocantins (2), Hauptstadtdistrikt (2), Mato Grosso do Sul (1), Goiás (2), Paraíba (1), Pernambuco (1), Paraná (1) e Rondônia (1). Weitere 15 Patienten befinden sich ebenfalls unter Beobachtung, da sie ein oder mehrere Symptome der Erkrankung zeigen. Bei 99 Patienten konnte seit Beginn der Statistik Entwarnung gegeben werden. Hier handelte es sich um einfache grippale Infekte, Sinusitis oder ähnlich gelagerte Erkältungskrankheiten.

Die nationale Gesundheitsbehörde Anvisa bestätigte zudem am Dienstag, dass brasilianische Laboratorien noch in dieser Woche die Genehmigung erhalten sollen, einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe zu entwickeln und zu produzieren. Institute wie Butatã und Fiocruz, die bereits in der Vergangenheit die Impfstoffe für die jährliche Grippe hergestellt haben und über die notwendigen Einrichtungen und Kapazitäten verfügen, könnten somit direkt bei Eintreffen des Stamms von Influenza A (H1N1) mit der Arbeit beginnen. Bis zur Marktreife eines Impfstoffes vergehen rund 6 Monate.

Bislang liegt in ganz Brasilien jedoch keine eine einzige Probe des gefürchteten Virus vor, so dass noch kein Serum entwickelt werden konnte, mit dem man den Erreger endlich bei den vielen Verdachtsfällen eindeutig nachweisen könnte. Der Staat muss nun zwangsläufig diese von privaten Laboratorien im Ausland entwickelten Reagenten kaufen. Aber auch dies soll noch in dieser Woche geschehen, damit man den Patienten in Brasilien schnellstmöglich Klarheit über ihre Erkrankung geben kann.

Am vergangenen Samstag hatte zudem das brasilianische Notfall-Kabinett, welches seit Ausbruch der Grippepandemie täglich zusammen tritt, die Definition für einen „offiziellen Verdachtsfall“ angepasst. Seitdem fallen darunter nicht nur die typischen Symptome aufzeigenden Personen, welche die betroffenen Gebiete (Mexiko, USA und Kanada) in den vergangenen Tagen bereist haben, sondern auch Patienten, die mit infizierten oder mutmasslich infizierten Personen in Brasilien oder in einem anderen Land in Kontakt kamen.

Im Kampf gegen die Einschleppung der Seuche nach Brasilien verteilen die Gesundheitsbehörden zudem in den kommenden Tagen über 500.000 Flugblätter. Die in drei Sprachen (Portugiesisch, Englisch und Spanisch) verfassten Informationen sollen die Reisenden an 46 Flughäfen über den Virus Influenza A (H1N1) aufklären und Verhaltensregeln enthalten, sich vor einer Ansteckung zu schützen. In diesem Zusammenhang wurde seitens der Behörde jedoch nochmals darauf hingewiesen, im Zweifelsfall sofort ein Krankenhaus aufzusuchen und sich keinesfalls eigenständig mit frei erhältlichen Grippemedikamenten zu behandeln. Hierbei könnten Symptome maskiert werden bzw. der Virus könnte gegen ein wirksames Medikament an Resistenz gewinnen.

Aktuelle Verdachtsfälle der Mexiko-Grippe (Schweinegrippe / Influenza A) in Brasilien

Letzte Aktualisierung: siehe Fragezeichen

Schweinegrippe / Influenza A (H1N1) in Brasilien auf grösserer Karte ansehen

Foto: Valter Campanato/ABr

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