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Riesenkäfer schmuggelt sich in die Schweiz

Ein Riesenbockkäfer hat sich Anfang Februar aus Brasilien in einem Koffer eines Touristen in die Schweiz geschmuggelt. Wie das Naturhistorische Museum in Genf mitteilte, sei der rund 14,5cm lange Käfer seitens des Brasilienurlaubers bei der Ankunft entdeckt worden. Das Tier habe zu diesem Zeitpunkt noch gelebt. Der Urlauber habe das für ihn unheimliche Insekt dann [...]

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Veröffentlicht: 27. Februar 2009 um 11:22h | Aktualisiert: 27. Februar 2009 um 11:22h
Abgelegt unter: Gesundheit & Umwelt
riesenbockkaefer

Ein Riesenbockkäfer hat sich aus dem Amazonas in die Schweiz geschmuggelt (Foto: Divulgação)

Ein Riesenbockkäfer hat sich Anfang Februar aus Brasilien in einem Koffer eines Touristen in die Schweiz geschmuggelt. Wie das Naturhistorische Museum in Genf mitteilte, sei der rund 14,5cm lange Käfer seitens des Brasilienurlaubers bei der Ankunft entdeckt worden. Das Tier habe zu diesem Zeitpunkt noch gelebt. Der Urlauber habe das für ihn unheimliche Insekt dann in ein mit Alkohol gefülltes Behältnis gegeben und vorsichtshalber die Kammerjäger gerufen. Diese hätten den Käfer zum Museum gebraucht, wo er direkt identifiziert werden konnte.

Der Riesenbockkäfer (Titanus giganteus) ist die grösste Käferart und auch das grösste lebende Insekt des Planeten. Er kann über 20 Zentimeter lang und bis zu 70 Gramm schwer werden. Sein Lebensraum liegt in den Regenwäldern Amazoniens. Er ernährt sich im Larvenzustand von Pflanzensäften, adulte Männchen nehmen keine Nahrung zu sich und haben nur ein geringe Lebenserwartung.

Nur mit grössten Anstregungen kann der Käfer überhaupt fliegen, dann meist im Segelflug abwärts. Um in höher gelegene Regionen zu gelangen, klettert er an den Bäumen hoch. Sein Flug macht laute Geräusche, ähnlich die eines Helikopters.

Vermutlich wurde der Käfer von Licht angezogen und ist so in den Koffer gelangt. Glück hatte der Tourist, dass sein ungewolltes Mitbringsel nicht vom brasilianischen Zoll entdeckt wurde. Die Ausfuhr von Tieren und Pflanzen unterliegt strengsten Vorschriften, vermutlich wäre eine hohe Geldstrafe verhängt worden.

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