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Pakt zum Schutz Amazoniens: Bolsonaro will Reichtümer der Region ausbeuten

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Brasiliens Präsident Bolsonaro will den Amazonas gnadenlos ausbeuten (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 10. September 2019
Uhrzeit: 19:51 Uhr
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Mit einem Pakt haben sich sieben Amazonas-Länder ein Kooperationsnetzwerk zum Schutz des Regenwaldes und einer nachhaltigen Entwicklung der Region ausgesprochen. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat dabei allerdings einmal mehr auf das Recht der Amazonas-Staaten zur Ausbeute der „Reichtümer der Region“ gepocht.

Das und die Souveränität der Länder Amazoniens sind laut dem rechtspopulistischen Staatschef unantastbar. Bolsonaro verbietet sich eine Einmischung von Außen und gegen eine Internationalisierung der Amazonas-Region. Ausgelöst wurde die Debatte durch eine Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim G7-Treffen.

Auch beim Amazonas-Gipfel hat Bolsonaro mit einem Seitenhieb auf Frankreich vor einer Bedrohung der Staats-Souveränität durch die sogenannten entwickelten Länder gewarnt. „Wir müssen sagen, dass Amazonien unser ist“, so Bolsonaro. Laut ihm gibt es einen „Plan“, den Regenwald in ein „Welterbe“ zu verwandeln.

Kritik gab es von ihm ebenso zur Ausweisung von Indio-Territorien. Einmal mehr hat er von einer „Industrie der Ausweisung von Indio-Territorien“ gesprochen. Die sei von den „linken Regierungen“ motiviert worden. In der Vergangenheit hat Bolsonaro bereits Nichtregierungsorganisationen bezichtigt, im Auftrag von Regierungen ein Territorium im Amazonas-Regenwald zur späteren Ausbeute sichern zu wollen. Die Indio-Territorien sind laut Bolsonaro zudem Schuld, dass sich Brasilien nicht entsprechend entwickeln kann.

Zu dem Amazonas-Gipfel hatten sich am Freitag (6.) die Staatschefs und Landesvertreter von sechs Staaten im kolumbianischen Leticia in einem Rundhaus indigener Völker getroffen. Bolsonaro war aus gesundheitlichen Gründen nicht angereist. Er nahm via Videokonferenz an dem Treffen teil.

Beteiligt waren neben Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Surinam und Peru. Venezuela ist auf Druck Brasiliens nicht eingeladen worden. Boliviens Präsident Evo Marales kritisierte dies und stellte die ideologischen Differenzen in Frage. „Über den Differenzen stehen die Rechte der Mutter Erde“, so Morales.

Im größten Tropenwald der Welt wütet derzeit eine hohe Zahl von Großbränden. Brasiliens Regierung spielt diese und ebenso die gestiegenen Rodungen herunter. Gegenmaßnahmen wurden nur zögerlich und erst nach Druck aus dem Ausland eingeleitet.

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