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Brasilien blickt gespannt auf Nacht der Sternschnuppen

Datum: 12. August 2013
Uhrzeit: 12:06 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Hobby-Astronomen und Sternenfans bereiten sich auch in Brasilien auf den erwarteten Meteor-Schauer der Perseiden vor. Die faszinierenden Sternschnuppen sind zwar alljährlich fester Bestandteil des astronomischen Kalenders, dann jedoch meist nur auf der Nordhalbkugel gut zu bewundern. In diesem Jahr herrschen jedoch so gute Bedingungen, dass der Höhepunkt des Spektakels in der Nacht zum Dienstag (13.) auch im größten Land Südamerikas bewundert werden kann.

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Alljährlich in der zweiten Augustwoche durchstreift die Erde die Flugbahn des Kometen Swift-Tuttle, der zuletzt 1992 an der Sonne vorbeizog und nun wieder in den Tiefen des Alls verschwunden ist. Dabei hat er jedoch unzählige Partikel – meist nur von der Größe eines Staubkornes – auf seinem Weg hinterlassen. Diese werden nun von der Erde angezogen, rasen durch die Atmosphäre um dabei zu verglühen. Bis zu 100 Mini-Meteoriten können dabei pro Stunde beobachtet werden. Auch wenn sie die ganze Nacht aus allen Richtungen erscheinen können, kommen sie deutlich häufiger augenscheinlich aus dem Sternbild Perseus. Daher wurde ihnen bereits vor langer Zeit der Name Perseiden zuteil.

Im Süden Brasiliens erscheint dieses Sternbild allerdings erst am frühen Morgen am Horizont. Je näher man am Äquator ist, desto früher zeigt sich die Gestalt des griechischen Helden mit dem Medusakopf in seiner Hand am Nordhimmel. Zudem sind die Bewohner der östlichen Landesteile im Vorteil. In Belém in Pará oder Natal in Rio Grande do Norte steht Perseus bereits kurz nach Mitternacht über dem Horizont, im deutlich westlicher gelegenen Manaus im Amazonas muss man gut zwei Stunden länger darauf warten. Ebenfalls bis 2 Uhr warten muss man knapp zweitausend Kilometer südlich in Rio de Janeiro. Und im äußersten Südwesten an den Wasserfällen von Foz do Iguaçu im Dreiländereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay muss man sogar bis etwa 4 Uhr in der früh ausharren.

Doch dann sollten zahlreiche Schnuppen im Band der Milchstraße zu bewundern sein. Auch der Mond spielt in diesem Jahr mit. Der in anderen Jahren oftmals grell am Himmel stehende und damit die Beobachtung störende Erdtrabant geht bereits vor Mitternacht unter und dürfte damit den Blick auf die Sternschnuppen nicht trüben. Dies könnten jedoch Wolken tun. Für zahlreiche Landesteile sagen die Meteorologen in der kommenden Nacht bedeckten Himmel und Niederschläge voraus. So könnte der Wettergott dem erhofften Sternengucken trotz perfekter astronomischer Konstellationen doch noch einen Strich durch die Rechnung machen.

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