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Grösstes Süsswasser-Reservoir der Erde in Amazonien entdeckt?

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Datum: 25. April 2010
Uhrzeit: 10:56 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Eine Gruppe von Wissenschaftlern der staatlichen Universität von Pará (UFPA) will im Norden Brasiliens das grösste Süsswasserreservoir der Welt entdeckt haben. Wie aus der Anfang April dieses Jahres veröffentlichten Studie hervorgeht, liegt das Aquifer Alter do Chão unter den Bundesstaaten Amazonas, Pará und Amapá und umfasst 86.000 Kubikkilometer Süsswasser, ausreichend um die Weltbevölkerung über einhundert mal zu versorgen. Alleine aus diesem gigantischen unterirdischem Vorrat wird nach jüngsten Schätzungen ein Drittel der Bevölkerung der Amazonasmetropole Manaus mit Trinkwasser versorgt.

Laut den Geologen könnten damit die Reserven von Alter do Chão fast die doppelte Wassermenge besitzen als das Aquifer Guarani. Das im Süden Brasiliens und unter Teilen von Paraguay und Argentinien gelegene Reservoir umfasst nach Schätzungen rund 45.000 Kubikkilometer kostbaren Trinkwassers. „Die Studien [über Alter do Chão], die wir bis jetzt haben, sind zwar vorläufig, aber es gibt genug Indikatoren um zu sagen, dass es das grösste Süsswasser-Reservoir der Erde sein könnte, da es auch unter dem grössten Wasserlauf der Welt liegt, dem Amazonas und Solimões. Was uns jetzt nur noch fehlt ist die Wissenschaft davon zu überzeugen“ erklärt Milton Matta, Geologe der UFPA.

Das Aquifer Alter do Chão könnte nun zudem einen Namenswechsel erfahren, um Verwechselungen mit einem der beliebtesten touristischen Punkten im Bundesstaat Pará zu vermeiden. Die Gemeinde Alter do Chão mit ihren rund 7.000 Einwohnern ist aufgrund natürlicher Sandstrände auch bekannt als die „Karibik Brasiliens“ und liegt nur wenige Kilometer von Santarem entfernt am smaragdgrünen und klaren Rio Tapajós. Daher soll das Süsswasserreservoir in Aquifer Grande Amazônia umbenannt werden, auch um der geografischen Lage unter den drei betroffenen Bundesstaaten Rechnung zu tragen. Zudem könnten laut Matta so die wirtschaftliche Möglichkeiten besser ausgenutzt werden. Der Wissenschaftler hofft nun auf finanzielle Unterstützung der Forschungen durch Weltbank und andere Sponsoren.

Foto: Divulgação | Grafik: g1.globo.com

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