Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat auf dem Weltsozialforum im brasilianischen Belém sämtliche Pfade der Diplomatie verlassen und das Ausland heftig kritisiert. Viele Äuslander wurden Brasilien Ratschläge in Bezug auf die Umweltpolitik in Amazonien geben, ohne die dortigen Probleme zu kennen. „Viele Leute, die über Amazonien sprechen, vergessen, dass Amazonien zu Brasilien gehört und es ist Brasilien, welches das Recht hat, es zu besitzen“ erklärte Lula verärgert.
Er verteidigte zudem die Holzindustrie im Amazonas und behauptete, dass die 25 Millionen Bewohner Amazoniens kein Heiligtum wollten. „Sie wollen arbeiten und Zugang zu materiellen Dingen haben. Auf gar keinen Fall wollen sie, dass Amazonien ein Heiligtum der Menschheit wird“ so das brasilianische Staatsoberhaupt.
Auch verbat sich Lula indirekt zukünftig jegliche Kritik von ausländischen Besuchern an seiner Umweltpolitik bezüglich Amazonien. „Personen, die hierher kommen, um Brasilien zu besuchen, sollten eines wissen: sie kümmern sich um ihre Dinge und Brasilien kümmert sich um die seinigen“ ereiferte sich der ehemalige Gewerkschaftsführer fernab jeglicher politischer Souveränität.