Bis zum Montagmittag sind vor der Küste Brasiliens doch nur 16 tote Passagiere der abgestürzten Air-France Maschine (Flug AF 447) geborgen worden. Die brasilianischen Einsatzkräfte korrigierten am Mittag Ortszeit die am Sonntag veröffentlichte Zahl von 17 Leichen auf 16 herab. Die französische Fregatte Ventôse hatte mitgeteilt, am Sonntag nur 7 statt 8 Personen geborgen zu haben. Am Montagvormittag hatten Angehörige gegenüber brasilianischen Medien zudem von zwei weiteren Leichenfunden berichtet. Sie seien darüber von der brasilianischen Luftwaffe informiert worden. Die beiden inoffiziellen Funde wurden jedoch bislang nicht bestätigt.
Neben vielen weiteren Überresten wurde zudem ein grosses Wrackteil des Airbus A 330-200 sichergestellt. Es handelt sich dabei um das Leitwerk der Maschine, welches den Umständen entsprechend gut erhalten zu sein scheint. Nach einer kurz vor dem Absturz automatisch gesendeten Fehlermeldung soll es gemäss französischer Experten während des Fluges ausgefallen sein. Das Flugzeug benötigt es zwingend für Richtungsänderungen.
Der Flug Air France AF 447 mit 216 Passagieren und 12 Besatzungsmitgliedern an Bord verschwand am frühen Morgen des 01. Juni um 04:14 Uhr MESZ urplötzlich vor der brasilianischen Küste von den Radarschirmen. Die Maschine war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris und hatte zuvor insgesamt 24 Störungsmeldungen abgesetzt, darunter der Ausfall wichtiger Steuerungssysteme und Messgeräte. Es ist eine der schlimmsten Flugkatastrophen der letzten Jahrzehnte.
Fotos: Divulgação / Marinha do Brasil