Bei einem Ausflug auf die Ilha do Mel vor der Küste des brasilianischen Bundesstaates Paraná ist am Montag ein deutscher Musiker ums Leben gekommen. Der 38-jährige Christian Buss wurde nach Medienberichten an einem gefährlichen Strandabschnitt zusammen mit anderen Mitgliedern des Musikvereins „Echo“ Ubstadt, mit dem er als Leiter auf einer Brasilienreise mehrere Gastsspiele absolvierte, beim Sonnenbaden von der Flut überrascht.
Laut Augenzeugenberichten wurden die Musiker bei dem Versuch, wieder an einen sicheren Strandabschnitt zu kommen, von den starken Strömungen und Wellen gegen Felsen geschmettert, wobei Buss ertrank. Mindestens 13 weitere Personen erlitten Prellungen und Schnittwunden, zwei Personen befinden sich in stationärer Behandlung.
Surfer, die den Vorfall beobachteten, eilten den Touristen zu Hilfe und retteten sie aus den Fluten. Für Buss kam diese Hilfe jedoch zu spät. Eine Reanimation am Strand blieb ohne Erfolg. Sein Körper wurde mittlerweile ins gerichtsmedizinische Institut von Paranaguá gebracht.
Rund 84 Personen des Orchesters aus Ubstadt-Weiher in der Nähe von Karlsruhe nahmen an dem Ausflug auf die Insel teil. Im Rahmen ihres geplanten Brasilienbesuches vom 14. bis 28. August gastierten sie bereits in Rio de Janeiro und São Paulo. Für den Abend war ein Konzert in Curitiba geplant, welches jedoch abgesagt wurde.
Der „Praia de fora“ ist besonders bei Surfern beliebt, für Schwimmer ist der Bereich eher ungeeignet. Trotzdem zieht er regelmässig und besonders am Wochenende viele Besucher an. Die „Honiginsel“ ist eines der beliebtesten Ausflugsziele an der Küste des südlichen Bundesstaates. Sie ist über weite Teile mit atlantischem Regenwald bedeckt und steht seit 1992 fast vollkommen unter Naturschutz.