Eine Tragödie hat sich in Curitiba, Hauptstadt des Bundesstaates Paraná abgespielt. Der 7-jährige Luiz Gustavo Bezerra da Silva wurde am vergangenen Freitag nachmittag in Curitiba durch einen Revolverschuss, der angeblich versehentlich abgefeuert wurde, getötet.
Der 18-jährige Thiago Stica demonstrierte gerade seinen Freunden einen Revolver Kaliber 38, als der kleine Junge vorbeikam. Thiago zielte auf ihn und der Junge trat voller kindlicher Unschuld auf die Gruppe zu und hielt das Ganze für eine Spielerei. Plötzlich löste sich ein Schuss und traf den Jungen in den Mund. Der 7-jährige war sofort tot. Die Freunde des Schützen sagten aus, der Schuss wäre zufällig abgeben worden, es hätte sich um einen Unfall gehandelt. Der Täter flüchtete zunächst, konnte jedoch bereits Minuten später verhaftet werden.
Es gibt einfach in Brasilien zuviele Waffen und zu lasche Waffengesetze. Zu leicht kann man sich eine Waffe besorgen, illegal ist es faktisch ein Kinderspiel. Und solange man damit auf offener Strasse damit herumspielen kann, werden sich auch solche Unfälle wiederholen. Auch bei mir in der Nachbarschaft wurde von 3 Tagen nachts herumgeballert. Ein 18-jähriger Bekannter eines gleichaltrigen Jungen aus der Nachbarschaft gab in einem Streit mit deselbigen 5 Schüsse auf ihn ab. Danach flüchtete der Täter, der andere Junge kam mit einem Streifschuss am Ohr davon. In unserer sonst sehr ruhigen und beschaulichen Provinzstadt sind solche Ereignisse zum Glück absolute Einzelfälle. Aber ich weiss auch, dass viele Nachbarn Waffen besitzen mit der Begründung, sich im Falle eines Überfalles verteidigen zu können. Doch wie schnell wird man mit so etwas in der Hand auf einmal zu einem Angreifer.