Prinz Harry ist derzeit zu Besuch in Brasilien, und das nicht nur wegen der Fußball-Weltmeisterschaft. Auf dem Reiseprogramm des Mitglieds der britischen Königsfamilie stehen neben einigen WM-Spielen auch Besuche von Sozialprojekten und Krankenhäusern. Nach Palastangaben ist der Besuch dazu gedacht, die Verbindungen zwischen England und Brasilien auszubauen. Offizielle Empfänge sind allerdings nicht geplant.
Ohne großen Pomp liess sich der Prinz das Rehabilitationszentrum in der brasilianischen Hauptstadt Brasília blicken und wirkte kurz sogar bei einer Partie Rollstuhl-Basketball mit Kindern und Jugendlichen mit. Anschliessend ging es zum Nationalstadion, wo er das Spiel Brasilien gegen Kamerun verfolgte. Begeistert bejubelte er Fußballstar Neymar, der in der Partie zwei Tore schoß. Live verfolgen wird Prinz Harry auch am Dienstag das letzte Vorrundenspiel der Engländer gegen Costa Rica in Belo Horizonte. Die „Three Lions“ sind allerdings nicht Gruppenphase der WM hinaus gekommen müssen daher frühzeitig die Heimreise antreten.
In Belo Horizonte will Prinz Harry zudem Trainingszentrum der Engländer für die Olympischen Spiele 2016 in Augenschein nehmen. Auf dem Programm steht zudem ein Besuche Viertel Cracolândia im Zentrum São Paulos, welches von Drogenabhängigen gekennzeichnet ist. Dort wird sich der Prinz über das Programm “De Braços Abertos” informieren, mit dessen Hilfe Crack-Abhängige rehabilitiert werden und wieder eine Lebensperspektive bekommen.
Auch das Institut Ayrton Senna, das sich zum Ziel gesetzt hat, die sozialen Ungleichheiten abzubauen und Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Programmen unterstützt, ist Teil des Besucherreigens in der Millionenmetropole. Mehr über den stark gefährdeten Atlantischen Regenwald, der sich einst entlang der brasilianischen Küste erstreckte, wird der 29-Jährige bei einem Umwelterziehungsprojekt ebenso in São Paulo erfahren.
Die Besuche in Brasilien sind Teil einer lange geplanten Südamerikareise des Prinzen. Nach dem größten Land Südamerikas steht anschließend Chile auf der Agenda.