Wie ich schon vor ein paar Tagen erwähnt habe, gab es an Heiligabend bei meiner Schwiegermutter „Bisteca“ zum Abendessen. Mein Schwager Braulio war dafür verantwortlicher „Grillmeister“.
Zur Erklärung: „Bistecas“ sind dünn geschnittene Rindersteaks, die jedoch noch einen Knochen dran haben. Oder sind es dann Koteletts? Auf jeden Fall ist es ein sehr gutes, zartes Fleisch. Kostenpunkt je Kilo: ca. 8-10 R$ (ca. 3 – 3.50 Euro)
Zubereitet werden sie in Öl gebraten auf einer „Disco“, einer runden, leicht gewölbten Pfanne grösseren Ausmasses. Da hier der Gasherd versagt und nicht genug Hitze produziert und auch Holzkohle nicht die nötige Energie liefern kann, greifen die Brasilianer gerne auf Alcoól zurück, sprich dem Treibstoff, mit dem man auch die Autos betankt. Alcoól russt nicht und brennt ziemlich lange. Ausserdem ist es mit ca. 1,30 R$ je Liter (ca. 35 Eurocent)nicht sonderlich teuer.
Man nimmt dafür einfach eine grössere Blechdose oder einen feuerfesten Topf, kippt den Alcoól hinein und zündet das ganze an. Die „Disco“ darüber und schon kann es losgehen mit der Zubereitung der leckeren „Bistecas“.
Hier sieht man den Aufbau der „Feuerstelle“
Manchmal schlagen die Flammen schon ziemlich hoch.
Braulio überwacht den Garprozess.
Leckere „Bistecas“ auf der „Disco“