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Vom Atlantik verschluckt: Suche nach Todesflieger AF 447 dauert an

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Datum: 02. Juni 2009
Uhrzeit: 03:02 Uhr
Ressorts: Tourismus
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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flugroute-af447-tnTrotz intensiver Suche bleibt die vermutlich vor der Küste Brasiliens abgestürzte Air France Maschine weiter vom Atlantik verschluckt. Aufklärungsflugzeuge überflogen bereits gestern die mutmasslichen Unglücksstelle auf halben Weg zwischen Südamerika und Afrika, konnten jedoch bislang keinerlei Anzeichen eines Absturzes ausfindig machen. Ein Pilot einer TAM-Linienmaschine hatte zuvor erklärt, zum Zeitpunkt des Verschwindens der Maschine „orange Punkte“ im Meer gesehen zu haben. Ein französischer Aufklärer, der daraufhin von einem Militärstützpunkt im afrikanischen Senegal aus die entsprechenden Koordinaten überflog, konnte jedoch keinerlei Trümmer entdecken.

Brasilien hatte bereits am Montagnachmittag die Anstrengungen intensiviert, das verschollene Flugzeug schnellstmöglich aufzuspüren. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy dankte mittlerweile seinem brasilianischen Amtskollegen Luiz Inácio Lula da Silva für die schnelle Hilfe. Ob die Maschine jedoch überhaupt gefunden wird, ist weiterhin fraglich. Die Suche könnte sehr lange dauern, bestätigte ein Sprecher der brasilianischen Marine gegenüber den Medien. An einigen Stellen ist das Meer 9.000 Meter tief, dadurch könnte das Unglück eventuell nie aufgeklärt werden.

Brasilianisches Militär verstärkt Suchmassnahmen

Brasilien koordiniert sämtliche Suchmassnahmen von der Inselgruppe Fernando do Noronha aus. Dort hat die brasilianische Luftwaffe, die im grössten Land Südamerikas auch für die zivile Luftraumüberwachung zuständig ist, eine Flugleitstelle. In den kommenden Stunden werden auf dem kleinen Flughafen der einzig bewohnten Insel des Archipels drei weitere Aufklärungsflugzeuge erwartet, welche die Suche unterstützen sollen. Am Montagabend kehrte dorthin auch das Patrouillenflugzeug P95 der brasilianischen Luftwaffe zurück, nachdem es acht Stunden lang seinen vorgegebenen Suchradius erfolglos überflogen hatte. Am heutigen Dienstagmorgen soll es jedoch gemeinsam mit anderen Flugzeugen die Suche wieder aufnehmen.

Insgesamt sind von brasilianischer Seite sechs Flugzeuge, zwei Helikopter und drei Schiffe der Marine im Einsatz. Während der Nachtstunden versuchen zwei Flugzeuge eventuelle Trümmerteile oder Signale des vermissten Airbus A330-200 per Radar aufzuspüren. Seitens der Marine sind die Fregatte „Constituição“, die Korvette „Caboclo“ und das Patrouillenboot „Grajaú“ im Einsatz. Die Schiffe sind bereits gestern von Natal im Bundesstaat Rio Grande do Norte und Salvador da Bahia ausgelaufen, werden aufgrund der gewaltigen Entfernung vom Festland erst am Mittwochmorgen an der vermuteten Unglücksstelle erwartet.

58 Brasilianer an Bord – Prinz von Brasilien unter den Opfern

An Bord des Airbus A330-200 waren 228 Personen: 126 Männer, 82 Frauen, 7 Kinder und ein Baby sowie 12 Besatzungsmitglieder. Die Fluggesellschaft hat inzwischen die entsprechenden Nationalitäten veröffentlicht: Brasilien (58), Frankreich (61), Deutschland (26), China (9), Italien (9), Schweiz (6), Grossbritannien (5), Libanon (5), Ungarn (4), Irländer (3), Norwegen (3), Slovakei (3), USA (2), Spanien (2), Polen (2), Südafrika (1), Argentinien (1), Österreich (1), Belgien (1), Kanada (1), Kroatien (1), Marroko (2), Philipinen (1), Rumänien (1), Russland (1), Dänemark (1), Gambia (1), Schweden (1), Niederlande (1), Türkei (1) und Estland (1).

Die brasilianische Bundespolizei erklärte, dass sich nach ihren Angaben lediglich 57 brasilianische Staatsbürger an Bord befunden haben – 56 Passagiere und ein Besatzungsmitglied. Zuvor war von lediglich 52 Personen die Rede. Die brasilianische Luftbehörde Anac bestätigte inzwischen, dass einige Passagiere eine doppelte Staatsbürgerschaft innehätten. In den gestigen Abendstunden wurde zudem bekannt, dass durch das Unglück vermutlich ein Mitglied der brasilianischen Königsfamilie ums Leben kam (mehr…).

Der Air France Flug AF 447von Rio de Janeiro nach Paris ist aus bislang ungeklärter Ursache am frühen Montagmorgen über dem Atlantik von den Radarschirmen verschwunden. Zuvor durchflog die Maschine eine Schlechtwetterzone und setzte um 23.15 Uhr Ortszeit Brasília eine automatisierte Meldung über Störungen an Elektronik und Kabinendruck ab. Zu diesem Zeitpunkt bestand bereits kein Funkkontakt mehr mit der brasilianischen Flugleitstelle. Experten halten es für Wahrscheinlich, dass die Maschine von einem oder mehren Blitzen getroffen wurde und daraufhin abstürzte.

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