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Vermutlich mehr als 100 Tote nach Regenfällen in Santa Catarina

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Datum: 26. November 2008
Uhrzeit: 11:03 Uhr
Ressorts: Tourismus
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Dramatische Szenen im Bundesstaat Santa Catarina in Brasilien. Weite Landstriche sind nach wochenlangen Regenfällen überschwemmt, Erdrutsche begruben dutzende Häuser unter sich. 84 Menschen kamen bislang ums Leben, über 30 werden noch vermisst. Insgesamt 1.5 Millionen Menschen sind direkt von der Katastrophe betroffen, Zivilschutz und Militär sind rund um die Uhr im Einsatz.

Weiterhin sind viele Strassen unpassierbar, Ortschaften komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Rettungskräfte versorgen die Bewohner per Helikopter und Booten mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Mehr als 100.000 Menschen sind seit Tagen ohne Strom. Das öffentliche Leben ist vielerorts komplett zum Erliegen gekommen, Schulen werden für Wochen geschlossen blieben. Immer neue Erdrutsche drohen, ganze Regionen wurden bereits evakuiert.

Besonders ist das Itajaí-Tal von den nicht enden wollenden Niederschlägen betroffen, es steht mittlerweile kilometerweit unter Wasser. Rund 80 Prozent der gleichnamigen Stadt sind überschwemmt, vielerorts ragen nicht einmal mehr die Dächer aus dem Wasser. Etwas weiter im Landesinneren wurden in der von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt Blumenau bislang mehr als 20 Tote gezählt, die Schäden gehen auch hier in die Millionen. Laut dem örtlichen Bürgermeister werden die Reparaturarbeiten mindestens 18 Monate in Anspruch nehmen.

Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva wird am heutigen Mittwoch ein Dekret zu unterzeichnen, welches Hilfsgelder in Höhe von umgerechnet 350 Millionen Euro für die betroffenen Gemeinden vorsieht. Wie die zuständige Ministerin Dilma Rouseff bekannt gab, sollen insgesamt 1,1 Milliarden Reais in von Naturkatastrophen betroffene Gebiete fliessen. Neben Santa Catarina könnten auch andere Bundesstaaten von dem Hilfsfond profitieren. Das Staatsoberhaupt selbst wird am heutigen Mittwochnachmittag das Gebiet überfliegen, um selbst einen Eindruck vom Aussmass der Zerstörungen zu gewinnen.

Zudem werden in den kommenden Tagen die Einsatzkräfte nochmals verstärkt. Derzeit sind die brasilianischen Streitkräfte sowie die Militärpolizei mit über 1.000 Mann vor Ort. Ihnen stehen gut zwei Dutzend Helikopter, mehrere Flugzeuge, eine LKW-Flotte und eine Vielzahl von Booten zur Verfügung, um Menschen aus den von der Aussenwelt abschnittenen Regionen zu bergen. Einheiten des brasilianischen Zolls sind ebenfalls inzwischen mit mehreren LKW-Ladungen an Nahrungsmitteln und Kleidung von Foz do Iguaçu nach Santa Catarina unterwegs. Sämtliche Waren stammen aus Beschlagnahmungen am Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Geraldo

    Hab gerade eine Pressemeldung von der deutschen Botschaft in Brasília erhalten, wonach die Bundesrepublik 200.000 Euro als humanitäre Hilfe für die Hochwasseropfer in Südbrasilien zur Verfügung stellt. Weingarten, Blumenaus Partnerstadt in Süddeutschland, sammelt auch bereit für die Opfer.
    Gruss
    Geraldo

  2. Vielen Dank, habe auch davon gelesen. Interessant auch die Tatsache, dass die Bundesregierung die Gelder via Generalkonsulat und deutsche NGOs, die in der Region arbeiten, verteilen lassen will. Das Geld soll auf jeden Fall ankommen und nicht in der brasilianischen Bürokratie verloren gehen.

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