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brasilbloggin‘ live: Die Welt ist klein und Brasilien ist winzig

Datum: 15. Mai 2007
Uhrzeit: 08:49 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Gestern abend bin ich wieder in Cuiaba angekommen. Nach 5 Tagen Pantanal verbrachte ich eine Nacht in der Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso. Heute beginnt der zweite Teil meines Abenteuers, eine Rundreise gen Norden bis an den Rand des amazonischen Regenwaldes.

Doch die Geschichte, die ich jetzt erzaehlen will, klingt ziemlich abenteuerlich, dass man sie fast nicht glauben kann.

Gestern abend hatte ich noch Lust, ein Bier trinken zu gehen und so machte ich mich auf den Weg, eie Bar zu suchen. Doch fast alles hatte geschlossen. Erst nachdem ich einen Polizisten und einen Taxifahrer gefragt hatte, fand ich eine offene Lanchonette. Dort angekommen, bekam ich an der Theke eine Speisekarte in die Hand gedrueckt und ich murmelte in Deutsch vor mich hin, was ich wohl jetzt essen mag.

Da sprach mich jemand von der Seite auf Deutsch an. Ein Deutschbrasilianer aus Rio Grande do Sul, der mit seinen Eltern vor 23 Jahren nach Cuiaba kam. Er sprach ein sehr gutes Deutsch – wenn auch mit Hunsruecker Akzent – und so kamen wir ins Gespraech. Es stellte sich heraus, dass er in Toledo, meiner neuen Heimat geboren wurde. Welch ein Zufall. Da suche ich mir in einer Stadt mit rund 600.000 Einwohnern eine Kneipe und treffe jemanden aus Toledo. Und waehrend wir so erzaehlen, kommt ein Freund von ihm hinein. Im Laufe des Gespraeches stellt sich heraus, dass er eine Pousada im Pantanal hat. Und zwar genau die, aus der ich rund 5 Stunden zuvor abgereist war.

So war auch sein Erstaunen gross, konnte ich ihm doch hautnah erzaehlen, was bei ihm am gestrigen Tag so los war. Ich hatte auch mit seiner Schwester dort gesprochen und beobachtet, wie die Angestellten dort Pferde zugeritten hatten.

So standen wir gemeinsam an der Bar und schwaetzten mehrere Stunden lang. Bis ich ins Hotel kam, war es schon nach Mitternacht. Telefonnummern und Emailadressen wurden ausgetauscht, es war ein toller Abend, der sehr langweilig begonnen hatte.

Und wieder einmal sehe ich es als erwiesen an, dass Brasilien in Wirklichkeit ein Dorf ist. Und dass man glaube ich nur in sehr wenigen Ecken der Welt so schnell und so direkt mit den Menschen in Kontakt kommt wie hier. Eine Freundlichkeit und Herzlichkeit, die man so schnell nicht wiederfindet. Und daher macht es auch so viel Spass in Brasilien zu leben und vor allem Brasilien zu entdecken.

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