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brasilbloggin’ live: Capivaras auf der Transpantaneira

Datum: 13. Mai 2007
Uhrzeit: 13:31 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Ausgeruht und fern der Heimat erwachten wir am dritten Tag unserer Reise durch das Pantanal mehr oder weniger unsanft durch den Wecker. Schliesslich war es erst 5 Uhr und eine Morgenwanderung stand noch vor dem Frühstück auf dem Programm.

In einem der weitläufigen Wälder rund um die idyllisch gelegene Pousada Piuval entdeckten wir dann auch in der Morgendämmerung verschiedene Greifvögel, Aras und Kapuzineräffchen. Endlich kreuzte auch ein Goldhase, ein so genanntes „Aguti“ unseren Weg. Er ist etwas kleiner als die Wasserschweine, gehört aber zur gleichen Familie. Es gab zudem so viele Vögel zu beobachten, dass man sich die verschiedenen Namen unmöglich merken kann. Ich meine natürlich als ungeübter Tourist. „Seu Ralf“, unser Reiseführer kennt sie natürlich alle und konnte uns immer interessante Hinweise geben und kleine Anekdoten erzählen.

Bombastisch waren die Geräusche, mit denen die unzähligen Vögel den neuen Tag begrüssen. Eine Geräuschkulisse, wie man sie sich nicht vorstellen kann. Aus allen Himmelsrichtungen hört man unterschiedliche Laute, mal kräftig und zeternd, mal leise und zwitschernd. Und nach und nach erheben sie sich von ihrem Nachtquartier und ziehen erste Kreise in der Morgensonne. Ein herrlicher Anblick.

Den Rest des Vormittags hatten wir frei. Ich machte noch einige Aufnahmen von der Pousada, dann hiess es Kofferpacken und Auschecken. Nach dem Mittagessen setzten wir unsere Reise fort und drangen noch tiefer ins Pantanal ein. Wir befuhren die Transpantaneira, eine Schotterpiste, die das grösste Feuchtgebiet der Erde von Nord nach Süd durchquert. Immer wieder wird die Piste durch kleine Brücken aus Holzplanken unterbrochen. Doch unser Fahrer hat Vertrauen in die Bauweise und so überqueren wir die max. 10 Meter langen Holzkonstruktionen ohne Geländer oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen sicher mit unserem VW-Kombi.

Inmitten der Wildnis dann ein Rasthaus. Welch erfreulicher Anblick nach den vielen Kilometern staubiger Strasse. Und noch eine Überraschung erwartet uns dort: Ein Rudel Capivaras, Wasserschweine aus der Familie der Meerschweinchen erwartet uns dort. Sie sind zwar nicht handzahm, lassen uns jedoch bis auf wenige Meter herankommen. So besteht die Möglichkeit, schöne Fotos zu schiessen und einige Filmaufnahmen zu machen. Während ich mich danach einem eiskalten Skol hingebe, frönen meine Begleiter dem Genuss einer Coco Verde, der grünen Kokosnuss.

Doch schon bald müssen wir aufbrechen. Schliesslich wollen wir unsere heutige Pousada noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Sie liegt am Rio Claro, einem gemächlich dahin fliessenden Fluss in der Nähe der Transpantaneira. Irgendwo am Strassenrand sehen wir dann auch ein Hinweisschild und kurz darauf erscheint das Eingangstor. Doch bis wir die Pousada letztendlich erreichen, müssen wir noch etwa 15 Minuten über eine Sandpiste weiter ins Hinterland vorstossen. Gegen 17 Uhr erreichen wir dann unser Ziel inmitten der Natur: die Pousada Rio Claro.

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