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brasilbloggin’ live: Mit Schritt und Ritt durchs Pantanal

Datum: 12. Mai 2007
Uhrzeit: 19:55 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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Ankommen auf unbekannten Wegen. Der Reiseführer macht es möglich. Unser Spezialist für das Pantanal heisst Ralf, ist im Süden Brasiliens geboren und betreut nun die Touristen hier vor Ort. Und er spricht aufgrund deutscher Vorfahren auch meine Muttersprache.

Bereits nach einer für die Weite des Landes überraschend kurzen Fahrt kamen wir in der Pousada Piuval an. Dort bezogen wir schnell unsere Zimmer, denn zum Ausruhen ist hier keine Zeit. Es gibt viel zuviel zu sehen. Begrüsst wurden wir bereits auf der Zufahrtsstrasse von einem Kaiman. Er lag in der Sonne und döste vor sich hin. Allein bei einem kurzen Rundgang in der Nähe der Pousada konnten wir noch Rinder, Pferde, Emas und eine Vielzahl verschiedener Vögel bewundern. Doch wir ahnten noch gar nicht, was alles auf uns zu kommen sollte.

Den ersten Tag, bzw. Nachmittag verbrachten wir mit einer Eingewöhnung an die fremde Umgebung. Ein kurzer Spaziergang durch die Natur liess und einiges Interessantes entdecken. Ungewöhnliche Pflanzen lagen dabei genauso auf unserem Weg wie verschiedene Vogelarten, die uns Ralf sehr professionell erklärte. Selbst kleine Äffchen, Aras und einen leibhaftigen Ameisenbär bekamen wir schon kurz nach unserer Ankunft zu Gesicht. Auch ein kleines Kaimanbaby – nicht viel grösser als eine Hand – konnten wir aus nächster Nähe in der Pousada begutachten. Es waren somit eine Menge erster Eindrücke, die wir zu verarbeiten hatten. Bei mir kam ja noch der Rundflug am Vormittag hinzu, so dass ich ziemlich erschöpft nach ein paar erfrischenden Dosen Bier ins Bett fiel.

Denn um fünf Uhr sollte schon wieder der Wecker klingeln. Eine Wanderung bei Sonnenaufgang stand auf dem Programm. Es war noch etwas frisch, als wir lange vor dem Frühstück aufbrachen, einen anderen Teil des weitläufigen Areals zu erforschen. Durch offene Wälder und auf verschlungen Pfaden ging es tief in die Natur hinein. Auch diesmal bekamen wir Kaimane, Vögel, Aras und Affen zu Gesicht. Teilweise ist es natürlich schon schwierig, die scheuen Tiere im Blättermeer der Bäume zu entdecken. Leise sollte man vor allem sein und ein gutes Auge haben. Mit Geduld und der richtigen Portion Glück kann man aber so einmal genau das live erleben, was sonst eben nur Dokumentationen im Fernsehen zeigen.

Nach dem Frühstück kam dann die erste Überraschung. Für jeden von uns stand ein Pferd bereit und auch ich setzte mich seit der Reitschule im Zirkus vor hunderten von Jahren erstmals wieder auf ein Pferd. Zum Glück war es ein mehr oder minder ruhiger Gaul, der brav in der Gruppe mittrottete und nicht besonders aus der Reihe fiel. Nur als wir inmitten der Wildnis auf eine andere Gruppe von Pferden der Pousada trafen, wollte er sich diesen anschliessen. Da war ich dann doch auf die Hilfe der besseren Reiter, sprich auf die beiden Reiseführer angewiesen. Letztendlich war es aber ein sehr schöner Ausflug ohne Stürze und mit einer intensiven Begegnung mit der Natur durch Wälder und Wiesen, durch noch teilweise überschwemmtes Land und quer über die Weideflächen der Rinder.

Und schon war es wieder Mittagszeit. Unser Reiseführer gestattete uns eine Ruhepause und so konnten wir uns rund 3 Stunden entspannen. Ich nutze die Zeit, um alleine ein wenig neues Filmmaterial zu sammeln. Ohne die Gruppe kann ich mich halt besser auf einzelne Tiere konzentrieren und logischerweise auch mehr Zeit für die Aufnahmen verwenden. Das ich mir dabei fast einen Sonnenbrand in der Mittagshitze geholt habe, ist eine Nebensächlichkeit, die ich nur der Vollständigkeit halber erwähne.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Careca

    Isses der „Ralf“?
    http://www.i-songtexte.com/7135/titel/index.html