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brasilbloggin‘ live: Die Ankunft in Cuiabá

Datum: 09. Mai 2007
Uhrzeit: 09:13 Uhr
Ressorts: Tourismus
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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Vor gut 40 Minuten hat mich ein hochkomfortabler Reisebus in der Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso, in Cuiabá, ausgespuckt. Rund 1.400 Kilometer und 22 Stunden Fahrtzeit durch Brasilien liegen hinter mir, doch ich habe viel geschlafen und fuehle mich dementsprechend fit.

Begonnen hat alles gestern Morgen (Dienstag) mit Verspaetung. Rund 90 Minuten durfte ich auf mein Reisegefaehrt in Toledo warten, und dies bei unfreundlichen 15 Grad mit kalten Wind und Regen. Doch dann ging es endlich los – aber wir sassen in einem Kuehlschrank. Nachdem wir (also ich und einige andere Reisende) dem Fahrer vermittelt hatten, dass man bei diesen Aussentemperaturen drinnen nicht unbedingt die Klimaanlage auf Volllast laufen lassen muss, wurde es auch etwas angenehmer.

Ich habe mir Sitz Nr. 7 reservieren lassen, direkt die Reihe nach dem Treppenaufgang und somit ohne stoerende Rueckenlehne und mit riesigem Panoramafenster. Ausserdem kann man dann auch die Fuesse ueber das Gelaender legen und sich einmal richtig ausstrecken. Bei diesen neuen Volvobussen sitzt man regelrecht im 1. Stock ueber dem Fahrer und ein eine schoene Uebersicht.

Doch die Aussicht war bescheiden. Die Fenster waren die ganze Zeit ueber beschlagen und da meine Reise zudem rund 12 Stunden durch die Dunkelheit fuehrte, war von der Landschaft nicht viel zu sehen. Bereits 3 Stunden nach der Abfahrt ueberquerten wir die Grenze zum Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Hier wechselte die Agrarlandschaft Paranás in eine Wiesenlandschaft mit vielen Termitenhuegeln und weidenden Rindern. Nur dann und wann war von meinem Platz aus ein Maisfeld zu entdecken. Und schon wurde es dunkel und das Mato Grosso verlor sich in der endlosen Weite der Nacht.

Gegen 20 Uhr erreichten wir Campo Grande, die Hauptstadt von Mato Grosso do Sul. Dort legten wir eine zweite Pause von rund 30 Minuten ein, die ich mit 2 Sol-Long-Neck ueberbrueckte. Die erste Pause gegen 14 Uhr hatte ich bereits genutzt, um in einer Churrascaria meinen Magen zu fuellen und ich verspuerte wahrlich keinen Hunger.

Als Raucher lernte ich auf dieser Fahrt anonyme Busbahnhoefe irgendwo in der Unendlichkeit kennen. Jedesmal, wenn nach rund 2 bis 3 Sunden der Bus ein kleines Nest ansteuerte, huepfte ich mit einigen anderen Reisenden hinaus, um ein Kippchen zu qualmen und mir ein wenig die Beine zu vertreten. An die Namen der Orte erinnere ich mich nicht. Nur an die Uhrzeiten: 23 Uhr, 1 Uhr, 3:30 Uhr!!!

Gegen 6 Uhr wurde es langsam hell und die Aussentemperaturanzeige in dem modernen Bus zeigte immer noch 14 Grad an. Aber es war einigermassen trocken. Und so betrat ich gegen 6:30 Uhr erstmals den Boden von Cuiabá. Von der Stadt habe ich bei der Ankunft wenig gesehen. Lediglich ein paar Hochhaeuser, ein Shoppingcenter und viel Nebel begruessten uns in der Morgendaemmerung. Wenigstens hat die Sadt einen grossen Busbahnhof mit einem kleinen Internetcafé, Geldautomat und Lanchonettes (Snack-Bars). Ein eisiger Wind zieht hier durch die offenen Hallen und so machte ich mich sofort auf, meinen Anschlussbus zu suchen.

Doch der faehrt erst um 9 Uhr und daher habe ich nun die Zeit genutzt, diesen Artikel in einem kleinen Internecafé mit 2 PCs zu schreiben. Den groessten Teil meiner Anreise ins Pantanal habe ich also gut und sicher hinter mich gebracht, nette Leute kennengelernt und festgestellt, dass hier fuer jeden groesseren Abschnitt ein neuer Fahrer eingesetzt wird. So hatte ich auf meiner Teilstrecke – den der Bus faehrt noch fast bis nach Amazonien weiter – insgesamt 4 „motoristas“.

Ich freue mich jetzt auf die Ankunft in Poconé und hoffe, euch auch die naechsten Tage aktuell informieren zu koennen. Dann vielleicht auch direkt ueber meinen Laptop mit entsprechenden Fotos.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Careca

    Verfolge und lese gespannt deinen Reiseblog!
    Viel Spaß dort auf der Reise!