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Bolsonaro will Schutzgebiet in „brasilianisches Cancún“ verwandeln

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In den malerischen und streng geschützten Buchten könnten sich in Zukunft tausende Touristen tummeln (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 26. Mai 2019
Uhrzeit: 10:21 Uhr
Ressorts: Tourismus
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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro will eine der schönsten und best erhaltenen Küstenregion des Landes in ein touristisches „Cancún“ verwandeln. Dort befindet sich aber ein Naturparadies, das durch die „Estação Ecológica de Tamoios” geschützt ist. Die will er per Dekret außer Kraft setzen, um den Tourismus anzukurbeln und so für einen Milliardenumsatz sorgen, wie er sagt.

Die Ökologische Station Tamoios umfasst 29 Inseln zwischen Paraty und Angra dos Reis an der Costa Verde Brasiliens. Sie gilt als einzigartig und ist Brutstätte und Nahrungsraum von vom Aussterben bedrohten Tieren, wie dem Küstendelfin, dem Riesenzackenbarsch oder dem Seepferd.

Eine Ökologische Station gewährt in Brasilien den höchsten Schutzstatus. Tauchen, Angeln, vor Anker gehen oder eine der kleinen Inseln zu betreten ist verboten. Gleichzeitig dient der Bereich für ökologische Studien.

Bolsonaro hält dies für übertrieben. Er selbst ist dort 2012 beim illegalen Fischen erwischt und von der Umweltbehörde Ibama mit einem Bußgeld belegt worden. Der Bescheid ist allerdings kurz nach seiner Wahl im Oktober aufgehoben worden. Der Kontrolleur, der ihn erwischt hat, wurde im März seines Amtes enthoben.

Mittlerweile regt sich Widerstand gegen die Pläne Bolsonaros, die Region nach dem Vorbild des mexikanischen Cancún in ein Konglomerat von Hotels zu verwandeln. Umweltschützer und auch Unternehmer aus der Tourismusbranche begehren auf. Das Schutzgebiet verhindere keineswegs den Tourismus, sondern fördert ihn, befinden sie. Es sei die unverbaute Natur und das einzigartige Szenario der vom Atlantischen Regenwald bestandenen Inseln, das Touristen anziehe.

Durch ein Umwandeln der Region in einen mit Luxushotels verbauten Küstenstreifen befürchten sie nicht nur erhebliche Schäden für die Umwelt, sondern ebenso ein Aus des Tourismus, wie Leonardo Flach vom Institut Boto-Cinza konstatiert.

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