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Bauverzögerungen an Flughäfen: Fußball-Fans droht Chaos während WM 2014

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Datum: 09. März 2014
Uhrzeit: 14:56 Uhr
Ressorts: Tourismus
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Rund 600.000 internationale Besucher und mehrere Millionen inländische Touristen sind während der vierwöchigen Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien unterwegs. Die einen, um zum heißbegehrten Spiel zu gelangen, die anderen, um aus den von Fans überfüllten Städten in ruhigere Regionen zu flüchten. Hinzu kommen die WM-Touristen, die sich die Zeit zwischen den Spielen mit Kurztrips in die Hauptstadt Brasília oder zu einer Dschungeltour nach Manaus vertreiben wollen. Und Ausflugsziele gibt es viele. Kurzum, es wird mächtig viel los sein in Brasilien.

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Und da entgegen einem kleinen Deutschland oder einer noch kleineren Schweiz in dem Land von kontinentalen Ausmaßen alles ein wenig weiter auseinander liegt, bleibt nur das Flugzeug als Transportmittel übrig. Und hier könnte es zu massiven Beeinträchtigungen kommen. Auch wenn man sich im Smartphone-Zeitalter mal ein paar Stunden Wartezeit verkürzen kann, in dem man sich beispielsweise auf www.spielautomaten.info eine unterhaltsame App herunterlädt und so die Zeit bis zum Boarding spielerisch verbringt, die genauen Folgen einer möglichen Überlastung scheinen für alle Beteiligten derzeit kaum abschätzbar zu sein. Dies gilt vor allem für die ökonomischen Konsequenzen.

Denn die Fluggesellschaften müssen ja nicht nur für den verlängerten Aufenthalt am Boden oder an den Slots bezahlen, in Brasilien sind sie auch für alle Verspätungen haftbar. Der Dachverband der Fluggesellschaften IATA hatte dies zwar zuletzt als “ungerecht” bezeichnet, die gesetzliche Regelung ändern kann er jedoch nicht. Laut der IATA müssten die Airlines bereits heute an “chronisch überlasteten” Flughäfen operieren. Diese lägen im Zeitplan deutlich hinter den ohnehin schon verspäteten Stadionbauten. Das Chaos scheint also bei der Fußball-WM 2014 vorprogrammiert.

Zahlreiche internationale und die großen nationalen Fluggesellschaften blicken daher mit deutlicher Sorge auf das Turnier, wittern allerdings im Gegenzug auch Profit. Nicht nur die Preise wurden in Hinblick auf die WM mehr als kräftig angezogen, auch durch mehr Verbindungen will man der Nachfrage gerecht werden. Knapp 2.000 zusätzliche Flüge wurden dabei in den letzten Wochen von der brasilianischen Flugaufsichtsbehörde genehmigt. Wie sie jedoch am Boden vom notorisch überlasteten Personal abgewickelt werden sollen, ist selbst den Experten unklar.

Denn gut vier Monate vor dem offiziellen Anpfiff der WM sind geplante Umbau- und Erweitungsmaßnahmen an zahlreichen Airports noch nicht abgeschlossen, den Fußball-Fans drohen lange Warte- und Abfertigungszeiten sowie Flugausfälle. Erst Ende Januar mussten die Verantwortlichen beispielsweise zugegeben, die Bauarbeiten am internationalen Flughafen von Rio de Janeiro (Galeão) unmöglich bis zum Anpfiff abschließen zu können. Der Airport ist neben São Paulo das wichtigste Drehkreuz für nationale Verbindungen und Ankunftsflughafen vieler internationaler Verbindungen. Und genau dieser Bereich des Airports dürfte auch noch während der WM ein einziges Provisorium sein. Denn bereits am 30. April müssen alle Arbeiten eingestellt werden. Dann bleiben den Airports gerade einmal sechs Wochen, um sich auf die WM vorzubereiten. Und vermutlich auch auf auf viele unzufriedenen Fluggäste.

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