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Varig – Verkauf gescheitert

Datum: 23. Juni 2006
Uhrzeit: 21:18 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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Wie bereits erwartet, hat das Gericht in Rio de Janeiro den Verkauf der bankrotten Fluggesellschaft VARIG an die „Gruppe der Varig-Mitarbeiter“ TGV annuliert. Diese konnte nicht innerhalb der am Freitag zu Ende gagangenen Frist die Garantiezahlung von 75 Millionen US-Dollar leisten. Nun wird ein zwischenzeitlich bei Gericht eingegangenes Angebot der im letzten Jahr verkauften Logistiktochter VARIGLOG geprüft. Diese vom amerikanischen Finanzdienstleister Matlin Paterson kontrollierte Gesellschaft will 500 Millionen US-Dollar für VARIG zahlen.

Unterdessen hat die brasilianische Mineralölgesellschaft BR Petrobras zugesichert, VARIG bis Montag auf Kredit mit Kerosin zu versorgen. Allerdings werden seitens VARIG und der brasilianischen Flugaussichtsbehörde ANAC immer mehr Flüge gestrichen. Alleine am gestrigen Freitag fielen 116 von 235 geplanten nationalen Flügen aus. Bei interantionalen Zielen waren 28 von 41 Flügen betroffen.

Für die im Ausland teilweise festsitzenden Passagiere scheinen Lösungen gefunden worden sein. Laut der Geschäftsleitung von VARIG würden mehr als 200 Fluggesellschaften die Urlauber und Geschäftsreisenden zurück nach Brasilien transportieren. Nur 11 Gesellschaften würden keine VARIG-Tickets akzeptieren. Rund 1.020 Passagiere sind heute mit anderen Gesellschaften aus den USA, Lateinamerika und Europa nach Brasilien zurückgekehrt.

Laut Informationen der ANAC hatten folgende Anzahl von Passagieren für den gestrigen Freitag ein VARIG-Ticket nach Brasilien: 1.255 aus Europa, davon 771 aus Deutschland, sowie 1.044 aus Südamerika und 380 aus den USA. Die brasilianische Luftwaffe will nun neben zwei Flugzeugen des Typs Boeing 707 mit jeweils 160 Sitzplätzen noch zusätzlich drei Flugzeuge des Typs C-99 mit jeweils 45 Sitzplätzen einsetzen. Diese sollen in Südamerika eingesetzt werden.

Die Entscheidung über die Zukunft von Varig soll nun in der kommenden Woche fallen. Es gäbe 3 Alternativen, so der zuständige Richter gegenüber der Presse: Bankrott, eine neue Versteigerung oder ein Gläubigertreffen, um die neue Angebote zu prüfen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Diter

    hallo dietmar, echt klasse gemacht, deine varig berichterstattung.

    und das verrueckte ist: in deutschland weiss man von der pleite/fastpleite der varig bisher so gut wie nichts.

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