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Paraguays Präsident Fernando Lugo soll als Bischof 16-jährige verführt haben

Datum: 14. April 2009
Uhrzeit: 18:20 Uhr
Ressorts: Südamerika
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Fernando Lugo gerät zunehmend unter Druck: Die Sex-Affäre des Präsidenten könnte schon bald die Justiz interessieren

Nachdem Paraguays Staatspräsident Fernando Lugo am gestrigen Montag einräumen musste, seiner über 30 Jahre jüngeren ehemaligen Geliebten ein Kind gezeugt zu haben, wächst der Druck auf den heutigen Politiker zunehmend. Sollten die jüngsten Darstellungen der Mutter zutreffen, wurde sie bereits im Alter von 16 Jahren von dem damaligen 49-jährigen katholischen Bischof verführt. Bewahrheiten sich diese Vorwürfe, dann könnte Fernando Armindo Lugo Méndez, so sein voller Name, nach Ablauf seiner Amtszeit wegen Kindesmissbrauch angeklagt werden. Als Präsident besitzt er derzeit jedoch Immunität.

Ganz Paraguay ist in Aufruhr seit der gestrigen Erklärung des Staatsoberhauptes (mehr…), in der er sich zu seinem Sohn bekannte. Akribisch rechneten die Medien des katholischen Landes den Verlauf der Sex-Affäre ihres Präsidenten nach. Demnach wurde das Kind mit Namen Guillermo Armindo Carrillo Cañete am 04. Mai 2007 geboren. Erst fünf Monate zuvor am 25. Dezember 2006 hatte Lugo seine kirchlichen Ämter niedergelegt, was jedoch nicht direkt vom Vatikan akzeptiert wurde. So oder so unterlag der Geistliche mit politischen Ambitionen damit zum Zeitpunkt der Zeugung dem strengen Zölibat der katholischen Kirche.

Erst kurz vor seiner Vereidigung zum Staatspräsidenten der Republik Paraguay akzeptierte der Vatikan endlich das Rücktrittsgesuch des Bischofs von San Pedro, einer Kleinstadt rund 400km von Asuncíon entfernt. Papst Benedikt XVI. versetzte Lugo am 30. Juli 2008 in einer einmaligen Entscheidung wieder in den Laienstand. Zu diesem Zeitpunkt war der Sohn des zukünftigen paraguayischen Staatsoberhaupt allerdings schon über ein Jahr alt.

Im Zuge der Vaterschaftsklage wurden nun auch weitere Details der Aussage der Kindesmutter Viviana Carrillo bekannt. Nach Medienberichten liegen den Justizbehörden mittlerweile detaillierte Berichte über die sexuelle Beziehung des Bischofs und dem damals minderjährigen Mädchen vor, die auch strafrechtlich bedeutsam werden könnten. So habe Carillo den Geistlichen im Jahr 2000 in Bezirk San Pedro kennen gelernt, wo sie in Städtchen Choré bei ihrer Patentante lebte. Dort habe auch Lugo übernachtet. Dieser habe sich ihr angenähert und sie mit schönen Worten verführt. Der damals 16-jährigen habe er dabei versprochen, für die Beziehung sein Kirchenamt aufzugeben. Schliesslich kam es zu den sexuellen Handlungen, die jedoch stets von ihm ausgegangen seien.

Die Existenz des Kindes wurden gemäss der Aussage der jungen Mutter geheim gehalten, da der Präsident viele politische Feinde habe, die die Existenz des Sohnes für Erpressungen benutzen könnten. Besondes während des Wahlkampfes hätte ein solcher Skandal gravierende Auswirkungen gehabt. Allerdings scheint Lugo seine Ex-Geliebte und seinen Sohn kaum zu unterstützen, glaubt man den Aussagen der heute 26-jährigen Carrillo. „Es kann nicht sein, dass ich jeden Monat betteln muss, damit sein Sohn, den er vermutlich noch nicht einmal mag, etwas zu essen hat“ soll in den Protokollen nachzulesen sein.

Die paraguayische Bischofskonferenz zeigt sich in ersten Reaktionen schockiert über die Sex-Affäre ihres früheren Kollegen. Eine offizielle Stellungnahme liegt bislang jedoch noch nicht vor. Bischof Ignacio Gogorza hat jedoch nach Bekanntwerden des Vorfalls mit harschen Worten reagiert: „Lugos Verhalten, eine Liebesbeziehung mit einer Jugendlichen zu unterhalten, während er noch Bischof war, ist eine Ohrfeige für die Kirche.“

Exklusiv aus Asuncíon für brasilien Magazin: Patricia Cabañas | Foto: Jorge Saenz/ABC/Divulgação

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