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Asunción – Menschen, Müll, Millionenstadt

Datum: 17. Mai 2006
Uhrzeit: 00:24 Uhr
Ressorts: Südamerika
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Asuncíon ist eine Millionenstadt. Alleine im Grossraum der Hauptstadt leben über 2 Millionen der knapp 5 Millionen Einwohner. Und Paraguay ist flächenmässig grösser als Deutschland. Viel Platz für jeden Einzelnen. Und eine herrliche Landschaft. Doch wo die Menschen zusammenleben, ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Müll wohin man sieht. Und die Menschen leben mit ihm. Er gehört zum Alltag. Unzählige Tüten, Getränkedosen und andere Abfälle säumen die Strassen und Abwasserkanäle. Papierkörbe gibt es keine. Und so wird alles zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit auf den Boden geworfen. Auch aus dem Auto oder Bus heraus – kein Problem für die mehrheitlich indigene Bevölkerung. Asunción könnte schön sein – doch die Bewohner lassen es nicht zu. Und so verdreckt die Stadt von Jahr zu Jahr mehr. Wird immer unansehnlicher.

Hier in dem schönen Haus mit grossem Garten mitten in der Stadt fühle ich mich wohl. Hier ist es ruhig und sauber. Zwei liebe Hunde, eine Schildkröte, Pflanzen, gepflegter Rasen. Hier das leuchtende Grün der Pflanzenwelt zu bewundern im herrlichen Kontrast mit einem der blausten Himmel den ich kenne ist wirklich entspannend. Doch denke ich an „draussen“, vergeht mir die Lust. Ich habe absolut keine Motivation, auch nur zwei Schritte vor die Haustür zu gehen. Denn dann verlasse ich die Oase und bin wieder in der Millionenstadt – voller Menschen und Müll.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Remo

    So wie Du es beschreibst, muß die Stadt ja wirklich fürchterlich dreckig sein. Wie sieht es denn bei den Leuten Zuhause aus ?

  2. 2
    digdigger

    Was die Menschen auf der Strasse machen, machen sie auch zu Hause oder auf dem eigenen Grundstück. Auch dort sieht man viel Dreck und Müll. Und ist das Nachbargrundstück unbebaut, dann wird auch oft der Müll direkt dort abgelagert. Ich erinnere mich gut an ein 4-stöckiges Haus, wo die Balkons zu einem leeren Grunstück gingen. Nur ein 2 Meter breiter Streifen war vorhanden. Abgetrennt wurden die 2 Grundstücke mit einer 2.50m hohen Mauer. Auf der anderen Seite der Mauer lagen unzählige Müllbeutel, es war eine reine Müllkippe. Es ist ja so einfach, den Müll vom Balkon auf das Nachbargrundstück zu werden – runtertragen strengt ja nur an. 😥

    Und in den Wohnungen ist es nicht besser. Sicherlich gibt es auch arme Leute, aber zwischen wenig Dinge zu besitzen und im Müll zu vegetieren existiert – zumindest für mich – doch noch ein kleiner Unterschied. Und was sollen Kinder lernen, wenn die Mütter Abfälle aus dem fahrenden Bus auf die Strasse werfen oder der Müll in irgendeiner Ecke des Hauses zwischengelagert wird? Sie werden es genauso machen. Weil sich niemand daran stört. 😡

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