Brasilien gewinnt erneut Confed-Cup

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Datum: 02. Juli 2013
Uhrzeit: 11:59 Uhr
Ressorts: Sport
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Autor: Dietmar Lang
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Nach einer phänomenalen Leistungssteigerung hat Brasilien nach 1997, 2005 und 2009 zum vierten Mal den FIFA-Konföderationenpokal gewonnen. Die Gastgeber demontierten im Finale den amtierenden Weltmeister Spanien mit 3:0 (2:0) und sicherten sich damit erneut den heiß begehrten Pokal. Als Favorit für die im kommenden Jahr ausgetragene Weltmeisterschaft will sich Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari allerdings nicht sehen.

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„Wir haben bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sichergestellt, ihn mit etwas mehr Zuversicht zu beschreiten“, sagte Scolari auf der Pressekonferenz nach dem Finale. Sein Team müsse jedoch noch viel arbeiten, um zu Mannschaften wie Spanien, Deutschland oder Argentinien aufzuschließen. Der 64-jährige hatte den Trainerposten erst im Dezember 2012 übernommen, die Seleção jedoch bereits 2002 als Coach zum fünften WM-Titel geführt.

Dass der Champion zurück ist, wie es Scolari gegenüber den Medienvertretern erklärte, mussten gleich fünf der sieben Kontinentalmeister, die am Turnier teilnahmen, am eigenen Leibe spüren. Bereits im Auftaktspiel fegten die Kanariengelben Asienmeister Japan mit 3:0 vom Platz, mit 2:0 gewann man nur ein paar Tage darauf gegen Gold-Cup-Gewinner Mexiko. Erst im letzten Gruppenspiel gegen Vize-Europameister Italien musste man bei 4:2 – Erfolg die ersten Gegentore hinnehmen.

Im Halbfinale kam es anschließend zum rein südamerikanischen Duell gegen Uruguay. Hier hatte Brasilien zwar einen ersten kleinen Durchhänger, gewann jedoch am Ende ohne größere Probleme in der regulären Spielzeit gegen den amtierenden Südamerikameister mit 2:1. Entsprechend hoch waren daher auch die Erwartungen der knapp 75.000 Fans im ausverkauften Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro.

Und diese wurden nicht enttäuscht. Bereits nach rund 100 Minuten konnten sie erstmals aufjubeln, nachdem Fred den Ball im Liegen in die Maschen hämmerte und so den zweifachen Titelverteidiger früh in Führung brachte (2.). In der Folgezeit demontierte Brasilien die „La Furia Roja“ mehr und mehr, logische Konsequenz war ein spektakuläres Tor von Neymar in der 44. Minute zum 2:0 Pausenstand, der den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte knallte.

Bereits Sekunden nach dem Wiederanpfiff rappelte es erneut im Kasten von Spaniens Keeper Iker Casillas, nachdem Fred einen Ball gekonnt ins lange Eck schob (47.). Wie sehr die Iberen zu diesem Zeitpunkt schon gedemütigt waren, zeigte sich nur wenig später. Erst vergab Sergio Ramos einen Elfmeter (52.), eine Viertelstunde später flog noch Gerard Piqué nach einer ruppigen Notbremse an Neymar vom Platz (68.). Am Ende blieb es beim mehr als verdienten 3:0 gegen machtlose Spanier, deren Erfolgs-Ära nun wohl zu Ende gehen scheint.

Neymar als bester Spieler ausgezeichnet

Foto: Alex Livesey/FIFA/Getty Images

Neymar, der im Turnierverlauf nicht nur vier Tore erzielte sondern auch noch mehrere intelligent vorbereitet hatte, wurde von den Journalisten völlig zurecht als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Zudem gewann er den bronzenen Ball als drittbester Torjäger nach dem Spanier Fernando Torres und seinem Mannschaftskollegen Fred, die beide fünf Tore erzielen konnten und daher Gold und Silber abräumten. Als stärkster Torhüter des Confed-Cup 2013 wurde Brasiliens Keeper Julio Cesar mit dem goldenen Handschuh geehrt.

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