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Der Tag vor der Wahl: Brasilien glaubt an Olympia 2016 in Rio de Janeiro

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Lula ist zuversichtlich, dass Olympia 2016 nach Rio kommt (Foto: EBC)
Datum: 01. Oktober 2009
Uhrzeit: 18:10 Uhr
Ressorts: Sport
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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„Wir können es schaffen“ zeigt sich Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva auf der Pressekonferenz am Tag vor der Wahl überzeugt, die olympischen Spiele 2016 nach Rio de Janeiro zu holen. Gemeinsam mit Sportminister Orlando Silva, dem Bürgermeister von Rio de Janeiro, Eduardo Paes, dem Gouverneur des Bundesstaates, Sergio Cabral sowie dem Präsidenten des nationalen olympischen Komitees, Carlos Nuzman, ist er zur IOC-Tagung nach Kopenhagen gereist, um in letzter Minute um weitere Stimmen zu werben.

Das Vierer-Dreamteam, oft begleitet vom charismatischen Lula selbst, ist in den vergangenen Monaten regelrecht um die Welt geflogen, um für die Spiele zu werben. Noch nie gab es eine Olympiade in Südamerika, Rio bewirbt sich bereits zum 5. Mal, zwei Jahre zuvor findet die Fussball-Weltmeisterschaft unter anderem ebenfalls in der Millionenmetropole statt, vor zwei Jahren war Rio Austragungsort der pan-amerikanischen Spiele und im kommenden Jahr findet noch die Military-Weltmeisterschaft dort statt – alles Argumente, die derzeit für Brasilien sprechen.

Zudem herrscht im touristischen Traumziel mit Copacabana, Ipanema und Christusstatue eine fast 90-prozentige Zustimmung für die Olympiade, selbst in ganz Brasilien sind über 2/3 der Menschen dafür. Olympia-Sonderbotschafter ist zudem kein geringerer als Fussball-Legende Pelé und aus sämtlichen Präsentationen ging Rio scheinbar als Favorit hervor. Denn Brasilien versprüht Charme und Leidenschaft, die Menschen im grössten Land Südamerikas sind bekannt für ihre Lebenslust. Und dies verspricht der Welt wahrhaft fröhliche Spiele unter dem Motto: „Lebe deine Leidenschaft!“

Für diese Eindrücke haben allerdings Politik und Marketing Millionen investiert, wie man auch an dem nachfolgenden Promotionvideo erkennen kann. Zudem wurden eine Vielzahl von Handelspartnerschaften während der Stippvisiten der Funktionäre und Minister in anderen Ländern geschlossen. Besonders in Afrika war man aktiv, denn hier sitzen ebenfalls eine ganze Anzahl von stimmberechtigten IOC-Mitgliedern, die Brasilien als einziges Schwellenland unter den Kandidaten favorisieren dürften. Aber auch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat seine Unterstützung zugesichert (mehr…) und Spanien will ebenfalls für Brasilien stimmen, sollte Madrid bereits im ersten Wahlgang scheitern. Es sieht also eigentlich gut aus für Olympia 2016 in Rio de Janeiro.

Wären da nicht die Kriminalität und die unzähligen Favelas in der Millionenmetropole. Doch auch hier haben die Verantwortlichen eine Antwort parat. Olympia ist nur ein Teil einer gigantischen Infrastrukturmassnahme, die das ganze Land voranbringt, die Kriminalität beseitigt und den benachteiligten Menschen eine bessere Lebensqualität mit Sozialwohnungen und neuen Siedlungen beschert. Milliarden sollen dafür investiert werden. Es sei ein magischer Moment für sein Land, welchen er in seinem Leben noch nicht gespürt habe, versprüht Präsident Lula mit seinen 63 Jahren Zuversicht vor den versammelten Journalisten. Und fügt mitpräsidialer Würde hinzu: „Keine andere Stadt braucht die Spiele. Brasilien braucht sie.“

Foto: Ricardo Stuckert / PR

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